Claudia Hirschfeld

Franz Schubert kommt im James-Last-Sound daher

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Claudia Hirschfeld spielte vor dem Aatar in der Hohnekirche auf ihrer Wersi-Orgel.

Soest - Für die Besucher ihres Benefizkonzertes  zugunsten der Hohnekirche hatte Show-Organistin Claudia Hirschfeld eine gute und schlechte Nachricht: „Die gute lautet: Es gibt genug  Geld, um dieses wunderbare Gotteshaus zu erhalten. Die schlechte: Dieses Geld befindet sich noch in Ihren Taschen.“

Die gute Nachricht für sie selber wie auch für den Verein zum Erhalt der Hohnekirche, der sie eingeladen hatte, lautete: Gut 99,5 Prozent des Publikums der Kirche, die zu gut drei Vierteln besetzt war, wusste, worauf es sich einließen. Zwar wolle sie die Kirche nicht „mit Schlager entweihen“, formulierte Showorganistin Claudia Hirschfeld selber. 

Aber wenn sie Schuberts „Ave Maria“ in einem Arrangement spielt, für das sie von ihrem alten Freund James Last sicher ein anerkennendes Kopfnicken erhalten hätte, und Bachs berühmte „Toccata und Fuge in d-Moll“ mit ordentlich fetzenden Disko-Beats unterlegt, dann ist das nichts für Puristen. 

Doch nur eine einzige Zuhörerin verließ bereits während des „Ave Maria“ die Kirche. Der Rest schenkte der fingerfertigen Enserin begeistert Applaus.

 Letztlich war das Konzert eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten: Der Verein zum Erhalt der Hohnekirche öffnete mal einem anderem Publikum als dem in streng klassisch-geistlichen Konzerten den Geldbeutel. Ein Gewinn für alle Beteiligten Schließlich gilt es, die mittlerweile um fast 30 Prozent gestiegenen Kosten für die Restaurierung des Gebäudes zu stemmen. Und Show-Organistin Claudia Hirschfeld verkaufte ihre CDs und warb für weitere Auftritte.

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