Gedenken an Pfarrer Günter Böhmer

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Pfarrer i.R. Günter Böhmer starb im Alter von 88 Jahren in Körbecke.

Viele Soester erinnern sich gut an den engagierten Priester: Am 26. April starb nach längerer Krankheit Pfarrer i.R. Günter Böhmer im Alter von 88 Jahren. 

Der Seelsorger stammt aus Warnsdorf im Kreis Görlitz in Niederschlesien. In seinem Heimatort begann er zunächst die Buchdruckerlehre. Nach der Vertreibung übte er seinen Beruf in Olsberg aus. In Bamberg meldete er sich zu einem Spätberufenenseminar an, baute das Abitur und studierte in Paderborn.

 Kardinal Jaeger weihte ihn 1962 im Hohen Dom zum Priester. Der Geistliche wirkte zunächst in Paderborn, Castrop-Rauxel und Menden als Vikar, bevor er zum Pfarrer von St. Petrus Canisius in Hemer-Westig ernannt wurde. Dort blieb er 24 Jahren. Gleichzeitig war er als Krankenhausseelsorger in der Lungenklinik Hemer tätig. Nach Soest kam Pfarrer Böhmer mit seinem Ruhestand im Jahr 1999. Er wohnte er im Soester Süden und half als Subsidiar noch fast 20 Jahre in der Pfarrei St. Bruno mit. Kardinal Degenhardt verlieh ihm den Ehrentitel Geistlicher Rat. 

Nach dem Tod seiner langjährigen Haushälterin Christa Bräker lebte Güner Böhmer liebevoll versorgt im Wohn- und Pflegeheim St. Elisabeth in Möhnesee-Körbecke, wo er nun starb. „Auch auf dem Hintergrund seiner Herkunft war Pfarrer Böhmer die Seelsorge in der Diaspora sehr wichtig. „Die Verkündigung des christlichen Glaubens war ihm stets ein Herzensanliegen“, so Propst Dietmar Röttger. Sein Vorgänger, Propst Josef Heers, interpretierte die Buchstaben i.R. hinter dem Namen des einsatzfreudigen Geistlichen einmal schmunzelnd so: Die Abkürzung bedeute in diesem Fall nicht „im Ruhestand“, sondern „in Rufbereitschaft“.

Requiem Das Requiem beginnt am Freitag, 3. Mai, um 10.30 Uhr in der Brunokirche Soest. Die Beisetzung auf dem Osthofenfriedhof schließt sich an.

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