Zwei rumänische Autotransporter-Fahrer krachen am Stau-Ende ineinander

Schwerer Unfall auf der A44: Halbe Million Euro Schaden und Gaffer-Ärger

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Soest - Bei einem schweren Unfall auf der Autobahn 44 ist am Donnerstag eine Person verletzt worden und musste ins Krankenhaus. Zwei Autotransporter, ein BMW und ein Mercedes Sprinter waren am Stauende ineinander gekracht. Für Ärger sorgten wieder einmal Gaffer.

Ersten Erkenntnissen der Polizei zufolge war ein 36-Jähriger aus Rumänien mit seinem Autotransporter auf dem rechten Fahrstreifen in Richtung Kassel unterwegs. Als sich etwa in Höhe des Parkplatzes Röllingser Graben - zwischen den Anschlussstellen Werl-Süd und Soest - der Verkehr staute, bremste er sein Fahrzeug ab.

Ein dahinter fahrender 42-Jähriger aus Rumänien versuchte noch nach links auszuweichen, fuhr mit seinem Lkw-Gespann (ebenfalls ein Autotransporter) aber dennoch auf. Zudem touchierte er bei seinem Ausweichmanöver den BMW eines 24-Jährigen aus Menden. Dieser war auf dem linken Fahrstreifen unterwegs, gefolgt von einem Kleintransporter. Trotz Ausweichversuchs des 38-jährigen Fahrers aus Bickenbach (Hessen) kollidierte dessen Kleintransporter noch mit dem Gespann des 42-Jährigen.

Schwerer Verkehrsunfall auf A44 bei Soest

Bei dem Unfall verletzte sich der 38-Jährige schwer. Ein Rettungswagen brachte ihn in ein Krankenhaus. Die anderen Beteiligten blieben unverletzt.

Während der Unfallaufnahme und Bergungsarbeiten wurde die betroffene Richtungsfahrbahn insgesamt für mehrere Stunden gesperrt. "Das wird noch dauern", hatte Karsten Korte, Leiter der Feuerwehr Werl, in deren Einsatzgebiet der Unfallort liegt, beim Anblick des Trümmerfeldes gesagt - und recht behalten.

Der Verkehr wurde im Autobahnkreuz Werl abgeleitet sowie über den Parkplatz Röllingser Graben an der Unfallstelle vorbeigeführt. Auch auf der ehemaligen B1 zwischen Soest und Werl war lange kein schnelles Vorankommen möglich.

Den entstandenen Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 440.000 Euro.

Große Probleme mit Gaffern

An der Unfallstelle gab es - wie so oft am Rande solcher Vorfälle - wieder erhebliche Probleme mit Gaffern und Menschen, die mit dem Handy Fotos und Filmaufnahmen von dem Unfallgeschehen machen wollten. 

Dadurch lag auch auf der Gegenspur in Richtung Dortmund der Verkehr fast lahm. Die Polizei sprach mehrere Platzverweise aus.

Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei waren über Stunden im Einsatz. 

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