Haferkemper ist neue Chefin

Über 1000 Schüler und Schülerinnen der Hannah-Arendt-Gesamtschule haben eine neue Schulleiterin bekommen.

Soest - Seit 13 Jahren ist Kerstin Haferkemper an der Hannah-Arendt-Gesamtschule – jetzt hat die 56-Jährige eine neue Aufgabe übernommen: Seit dem 1. September ist Haferkemper offiziell die neue Leiterin der Schule im Soester Süden.

Die bisherige Schulleiterin Birgit Rottmayer ist mit Schuljahresende in den Ruhestand gegangen. Seit 2013 war Haferkemper, die die Fächer Englisch, Geschichte und Gesellschaftslehre unterrichtet, bereits als Konrektorin an der Schule tätig. 

„Mit Birgit Rottmayer hatte ich ein vertrauensvolles Arbeitsverhältnis, wir haben gut zusammengearbeitet“, sagt sie. Als vor gut einem Jahr feststand, dass eine neue Schulleitung im September gesucht wurde, hat sie sich ganz bewusst darauf beworben. „Bestärkt worden bin ich von Volker Esch-Alsen, langjähriger Kollege und Konrektor, der jetzt die INI-Gesamtschule in Bad Sassendorf leitet.“ 

Ob der neue Job für sie eine große Herausforderung ist? Kerstin Haferkemper wiegt den Kopf: „Unsere Schule arbeitet mit einem hervorragenden Schulleitungsteam, das gut aufgestellt ist.“ In diesem Zusammenhang lobt Haferkemper auch das Verwaltungsteam der Schule, eine aktive Elternschaft sowie die SV der Schule. 

Kerstin Haferkemper ist seit dem 1. September die neue Schulleiterin der Hannah-Arendt-Schule. Sie löst damit Birgit Rottmayer in dieser Position ab.

Auf die Unterstützung aller könne sie sich gut verlassen. Allein im Regen würde man als Leitung der Hannah-Arendt-Schule nicht stehen gelassen. Die Ausschreibungsfrist für den neuen Konrektor läuft noch bis Oktober. Um sich für ihre Arbeit weitergehend zu qualifizieren, nahm Haferkemper an einem Pilotprojekt der Bezirksregierung in Arnsberg teil. Das Programm „Frauen in Führung – Monitoring für Frauen zur Förderung des Schulleitungsnachwuchses“ soll mehr Frauen den Weg in die Leitungsebene der Schulen ebnen. „60 bis 70 Prozent der Schulleiter sind Männer“, sagt Haferkemper. Haferkemper hat vor allem „ihre“ Schüler im Blick: „Jeder von ihnen soll individuell gefördert werden.“ 

Die Schwachen sollen gefördert werden, bei Starken sollen die Begabungen im Fokus stehen. „Ich möchte jeden Schüler zu seinem bestmöglichen Abschluss bringen.“ Eine Aufgabe wird auch die Integration von Inklusionskindern sein. „Um mit allen Schülern individueller arbeiten zu können, brauchen wir mehr Differenzierungsräume, also zusätzliche Lernräume.“ 

Diese zu erhalten, hat sich die neue Schulleiterin ganz oben auf die Agenda geschrieben. Eine ihrer ersten Amtshandlungen als Schulleiterin war die Einrichtung einer Kooperation mit der Uni Kassel. Ein Doktorand zeigt in der Oberstufe, wie man mit Medien eine Präsentation auf die Beine stellt. Überhaupt legt Haferkemper ihr Augenmerk auf das Thema digitale Bildung in allen Klassen und Stufen der Schule. 

„Die Jüngeren machen zum Beispiel ihren Medienführerschein. Jede Klasse beschäftigt sich mit diesem Thema, jetzt wird dem Ganzen mehr Struktur gegeben.“ Die Schulleiterin hofft, dass die zusätzliche Ausstattung der Schule mit Medien und Computern zügig über die Bühne geht. Kerstin Haferkemper stammt gebürtig aus Rheda-Wiedenbrück, lebt aber heute zusammen mit ihrem Mann und dem 14-jährigen Sohn in Warstein. 

Privat liebt sie es sportlich, vor allem mit dem Tennisschläger in der Hand. In ihrem Tennisverein hat sie das Amt der Sportwartin übernommen. Ansonsten fährt sie gerne Fahrrad oder ist mit dem Wohnmobil unterwegs. „Natürlich lese ich auch gerne ein Buch – aber dazu finde ich nur selten Zeit und Muße“. 

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