Große Unterstützung

Wameler Schützen helfen mit im Katastrophengebiet von Altena

Die „Möhnekrainer“ spendeten nach ihrem Auftritt im Seepark-Café in Körbecke 555 Euro für Flutopfer.
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Die „Möhnekrainer“ spendeten nach ihrem Auftritt im Seepark-Café in Körbecke 555 Euro für Flutopfer. Schützenoberst Matthias Kotewitsch (mit Hut) nahm den Spendenscheck entgegen.

„An den Häusern in Altena stapelt sich links und rechts der Straßen meterhoch Müll und Sperrmüll. Viele Häuser sind beschädigt, die Straßen sind unterspült worden. Die Menschen sind fix und fertig, schuften pausenlos, um Müll und Unrat zu beseitigen. Einfach schlimm sieht es da aus“, berichtet Schützenoberst Matthias Kotewitsch nach der Rückkehr von einer ersten Hilfstour.

Wamel – Am Montag, 26. Juli, hatten die Schützen zwei Pkw und zwei große Anhänger beladen mit Sachspenden, die seit dem 19. Juli an der Hubertus-Halle abgegeben worden waren: Lebensmittel, Hygieneartikel, Arbeitskleidung, Werkzeuge, Schaufeln. Zusammen mit Ehefrau Daniela, mit Thomas und Helmut Kaldewey machte sich Kotewitsch auf den Weg nach Altena.

„Wir hatten konkrete Angaben von der Stadtverwaltung dort und hatten unsere Tour abgesprochen“, berichtet der Oberst: „Die Menschen dort sind dankbar für jede Hilfe. Aber spontan da hinfahren, das ist im Moment keine so gute Idee mehr, man verstopft sonst die Straßen, behindert Bagger und Räumfahrzeuge.“

Eineinhalb Stunden dauerte die Fahrt nach Altena, das Rote Kreuz habe die Helfer aus Möhnesee zu einem Abgabepunkt gelotst. Kotewitsch: „Genau das, was wir im Moment brauchen. Es gibt ja hier nichts mehr, und es fehlt an einfach allem“, so hätten sich die Verantwortlichen bedankt. Nach ihren Angaben fehlt es weiter dringend an Lebensmitteln, an Getränken, an Hygieneartikeln aller Art. Putzmittel fehlen von der Scheuermilch bis zum einfachen Lappen. Neu auf der Wunschliste sind Oberbetten.

Matthias Kotewitsch: „Wir Schützen setzen unsere Hilfsaktion fort. Wir haben noch Sachspenden in der Halle, die gehen dann nach Altena oder an andere Stellen, wenn es angefordert wird. Im Moment bitten wir erst einmal nur um weitere Geldspenden. Davon kaufen wir nach Absprache mit Verantwortlichen gezielt ein. Wir haben auch angeboten, dass wir gerne wieder nach Altena fahren und Sachen abliefern. Die Kontonummer für alle weiteren Geldspenden diktiere ich gerne am Telefon.“

Gefreut haben sich die Schützen über die große Hilfsbereitschaft aus ganz Möhnesee und aus der Nachbarschaft – auch über eine spontane Aktion der „Möhnekrainer“ mit ihrer krachledernen Volksmusik. Das sind Sabine und Uwe Schulte-Pagalis, Ralph Eckhoff, Martin Buxot, Ralf Böbel und, wenn Not am Mann ist, auch Markus Schulte.

Und sie spielten mit Trompete, Klarinetten, Akkordeon und Bariton am Freitag, 23. Juli, im Seepark-Café auf. In ihrer aufgestellten Spendendose landeten aufgerundet 555 Euro, die sie wiederum an die Wameler Hubertus-Schützen überreichten.

„Ganz tolle Aktion“, so bedankte sich Matthias Kotewitsch: „Wir hoffen, dass die Hilfsbereitschaft für die Menschen, die in den Fluten alles verloren haben, nicht abreißt. Das wird dauern, bis die Menschen die Häuser wieder trocken haben, wieder vernünftig eingerichtet sind.“

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