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SPD sagt Ja zu Soester Klinik-Fusion, nennt aber Bedingungen

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Von: Holger Strumann

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Operation am offenen Fusionsvertrag. Ganz so steril wie hier im OP geht es bei den Verhandlungen um die Zukunft der Soester Kliniken nicht zu. © Marienkrankenhaus

Soest – Die SPD-Fraktion – bislang eher skeptisch bei der Verschmelzung der beiden Soester Krankenhäuser unter dem Dach des Katholischen Hospitalverbunds Hellweg – akzeptiert inzwischen ein solches Fusionsmodell. Allerdings knüpft die Partei ihr Ja an bestimmte Bedingungen.

Innerhalb des Hospitalverbunds müsse es eine Tochtergesellschaft geben, in der nur die beiden Soester Kliniken vertreten seien. Dies hat jetzt Fraktionssprecher Benno Wollny gegenüber dem Anzeiger erklärt.

Mit dieser Variante solle gewährleistet werden, dass das Klinikum Soest und das Marienkrankenhaus künftig nicht für dritte Einrichtungen haften müssen, die zum Hellweg-Verbund zählen, wie etwa die Krankenhäuser in Unna und Werl. Die SPD betrachtet die Klausel nach den Worten Wollnys als „Gegenleistung“ für den Einzug des Klinikums unter das Dach des Hospitalverbunds.

Ziel, Ressourcen zu bündeln

Vor einer Woche hatten die Spitzen der beiden Soester Krankenhäuser zusammen mit leitenden Ärzten und Pflegern den Stand der Sondierungsgespräche erläutert. Danach herrsche große Einigkeit in dem Ziel, alle Ressourcen zu bündeln und künftig nur noch mit einem großen Soester Krankenhaus aufzutreten: Am Standort des Klinikums im Soester Westen. In einem 23-seitigen „Zukunftskonzept“ haben die Verhandler skizziert, wie sie die Fusion stemmen könnten und was am Ende dabei herausspringt. Das Konzept liegt den Ratsmitgliedern vor.

„Es wäre besser gewesen, wenn bereits vergangenen Freitag bei der Präsentation der Sondierungs-Ergebnisse dieses Papier gleich mit vorgestellt worden wäre“, bemängelt Wollny. Außerdem störe die SPD, dass zu dem Termin nicht auch die Personalräte und der Aufsichtsrat des Klinikums eingeladen gewesen waren.

Sie hätten womöglich ein differenzierteres Bild zeichnen können, als es die „harmonische Glückwunschrunde“ getan habe, sagt der Sozialdemokrat.

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