Ruthemeyer glaubt an Zukunft für Modehaus Kress

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Auf dieser Fläche in bester Innenstadtlage will Rainer Kress sein großes neues Modehaus bauen.

SOEST -  Stadt und Investor werden „weiterhin an dem geplanten Modehaus festhalten“. Das versicherte Bürgermeister Eckhard Ruthemeyer am Freitag in einer schriftlichen Stellungnahme unter Verweis auf „vom Gericht gegebene Hinweise“ nach dem Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster in Sachen Kress.

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Das Gericht hatte zwar der Klage einer Anwohnerin der Walburgerstraße stattgegeben und den Bebauungsplan für unwirksam erklärt, dennoch zeigte sich Bürgermeister Dr. Eckhard Ruthemeyer davon überzeugt, dass ein bestandskräftiger Bebauungsplan beschlossen werden könne.

Olaf Steinbicker, Leiter der Abteilung Stadtentwicklung, der die Stadt in Münster vertreten hatte, war dennoch enttäuscht über die Entscheidung. „Wir haben das Gefühl, hier wirklich gute Arbeit geleistet zu haben, und fragen uns, was genau wir noch hätten machen sollen.“ Eine Antwort darauf erhofft er sich von der schriftlichen Urteilsbegründung, die erst in zwei bis drei Wochen vorliegen dürfte. „Die Gutachterin ist zu dem Schluss gekommen, dass die Mehrbelastung gerade am Nadelöhr in der Walburgerstraße in einem nicht hörbaren Bereich ist, also auch nicht erheblich“, erklärte er.

Dennoch hatte die Vorsitzende Richterin am Donnerstag bemängelt, dass die zusätzliche Lärmbelastung durch mehr Verkehr für die Anwohner in der Walburger Straße nicht ausreichend geprüft und gewürdigt worden sei – wie genau das aber hätte geschehen sollen, dazu machte sie keine weiteren Angaben.

Obwohl das Planverfahren jetzt erneut beginnen muss, erwartet Steinbicker, dass sich die dadurch entstehende Verzögerung einigermaßen im Rahmen halten wird. „Wir müssen schließlich nicht wieder ganz von vorn anfangen, sondern haben ja viele Arbeiten bereits erledigt“, so Steinbicker. Er rechne auch nicht damit, dass komplett neue Gutachten erstellt werden müssten – möglicherweise würden aber einige „Aktualisierungen“ notwendig. Insgesamt hoffe er, so Steinbicker, dass der neue Bebauungsplan in einem Jahr wirksam sei.

Was auch ganz im Sinne seines Chefs wäre: „Die Verkehrsprobleme sind durch weitere verkehrsreduzierende Maßnahmen lösbar“, erklärte Bürgermeister Ruthemeyer schriftlich. Über ein neues Bebauungsplanverfahren werde es möglich sein, „das Modehaus in der geplanten Form zu errichten“.

Investor Rainer Kress war am Freitag für eine Stellungnahme zu seinen weiteren Plänen nicht erreichbar. -  kim

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