Antrag eingereicht

CDU ruft nach Konzept für Pflege im Kreis Soest

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Ohne Hilfe geht's nicht: Eine Pflegerin gibt einem alten Mann zu trinken.

Soest - Gibt es im Kreis Soest genügend Plätze in Alten- und Pflegeheimen oder für die ambulante Versorgung? Wie steht es um die Aus- und Weiterbildung der Beschäftigten? Wie bekommen Betroffene und Angehörige schnell einen Überblick für die beste Versorgung? Auf all diese Fragen soll ein Pflegekonzept die passenden Antworten liefern.

Die CDU im Kreistag drängt auf ein solches Konzept und hat für die Sitzung des neuen Ausschusses für Demografie und Daseinsvorsorge einen entsprechenden Antrag eingereicht.

Viele Stellen und Institutionen, so sagt CDU-Fraktionschef Ulrich Häken, sind schon heute mit dem Thema Pflege befasst. Und auch die Abteilung Soziales beim Kreis könne durchaus das ein oder andere Datenmaterial vorlegen. Doch der ganz große Wurf in Form eines schlüssigen Konzepts fehle. Das sollte sich alsbald ändern, so Häken. Wie hilfreich es sein kann, wenn einer das Heft in die Hand nimmt und umfassend an einem Konzept arbeitet, erlebt der Kreis gerade bei seinem Arztlotsen.

Ein Mitarbeiter der Wirtschaftsförderung hat ein Netzwerk zu jungen Klinikärzten und gestandenen Hausärzten geknüpft und hilft angehenden Medizinern beim Sprung in die Selbstständigkeit. Er lotst die jungen Ärzte durch den Bürokratie- und Organisationsdschungel, der viele Kandidaten abschreckt, mal eine eigene Hausarztpraxis zu gründen. Inzwischen gilt das Soester Projekt landesweit als Vorzeigemodell.

So ein Rundum-Sorglos-Paket könnte es demnächst auch für die Pflege geben. Wie viele Plätze werden eigentlich genau benötigt? Und wo sollen bis 2022, also schon in den nächsten drei Jahren, rund 3000 Pflegekräfte her, die dann in den Heimen und für die ambulante Versorgung benötigt werden, sagt Häken und stützt sich auf erste Erhebnungen des Kreises. „Zur Bewältigung dieser Herausforderung bedarf es eines klaren Konzeptes“, so der CDU-Fraktionschef.

Weil die Kreisverwaltung nicht bei Null anfangen müsse, rechnet Häken mit Ergebnissen Anfang nächsten Jahres. Damit das Projekt starten kann, müsste der neue Ausschuss Demografie und Daseinsvorsorge morgen sein Okay geben.

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