1. Soester Anzeiger
  2. Lokales
  3. Soest

Rückkehr aus der Wüste Afrikas

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Strahlende Sieger: Christian Thering (links) und Matthias Terhaag. ▪
Strahlende Sieger: Christian Thering (links) und Matthias Terhaag. ▪ © Zwadlo

SOEST ▪ Über die afrikanischen Sammeltaxis lachen Matthias Terhaag und Christian Thering immer noch: „Die laden einfach eine Schafherde aufs Dach, fahren ein paar Kilometer und setzen die im nächsten Dorf wieder ab. Einfach Wahnsinn.“

Wahnsinn – dieses Wort sagen Matthias und Christian immer wieder, wenn sie über ihre Erlebnisse sprechen. Knapp drei Wochen waren die beiden Studenten in Europa und Afrika unterwegs. Zusammen mit 2000 anderen Studenten haben sie mit einem französischen Kleinwagen vom Typ „Renault 4“ an der „4L Trophy“ teilgenommen: Vom offiziellen Start in Paris bis zur Zieleinfahrt in Marrakesch in Marokko.

Neben Spaß und Abenteuer hatte die Reise auch einen humanitären Zweck: Jeder der 1 200 Kleinwagen transportierte 50 Kilogramm Hilfsgüter zum Zielort, darunter Sporttaschen, Schulhefte, Computer, Rollstühle und sogar Brutkästen für Frühgeborene.

Auf ihre Reise hatten sich Christian und Matthias gut vorbereitet, haben im Rahmen des Fundraisings „einen tollen Einblick in die Strukturen der Fachhochschule erhalten“. Ihre Erlebnisse haben sie auf ihrer Homepage und in ihrem Blog auf soester-anzeiger.de dokumentiert.

Das Auto „Franky“ hat die Reise gut überstanden. Mit knapp 89 000 gefahrenen Kilometern sei der Motor spitzenmäßig in Schuss. „Nur die Stoßdämpfer müssen unbedingt ausgetauscht werden.“ Auf der Reise musste zwischendurch die Kardanwelle ausgetauscht werden, außerdem ist das aufmontierte Solarmodul vom Dach geflogen. „Das war nicht mehr zu gebrauchen. Wir haben die Bruchstücke den Afrikanern gespendet“, sagen die Studenten. Die bis dahin dokumentierten Messwerte werden sie der Soester Fachhochschule übergeben.

7 000 Euro hat die Reise ungefähr gekostet, davon 3 000 Euro für die Tour-Organisation und 1 000 Euro für den Sprit.

Das Auto „Franky“ bleibt vorerst Eigentum von Matthias Terhaag. Das „R4-Team“ hofft darauf, dass sich neue Studenten finden werden, um die abenteuerliche Reise im nächsten Jahr fortzuführen. ▪ dpz

Auch interessant

Kommentare