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Vom richtigen Umgang mit Rosen -  Garten-Serie Teil 1

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Von: Klaus Fischer

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Wichtig beim Rosenschnitt sind dicke Handschuhe, eine scharfe Schere mit zwei Klingen und etwas Mut: Die Rosen werden ziemlich tief geschnitten.
Wichtig beim Rosenschnitt sind dicke Handschuhe, eine scharfe Schere mit zwei Klingen und etwas Mut: Die Rosen werden ziemlich tief geschnitten. © Fischer

Die Forsythien blühen. Für Gartenbesitzer ist das das Zeichen, die Rosen zu schneiden. Und für uns der richtige Augenblick, um mit unserer Garten-Serie zu beginnen.

Soest – Die Forsythien blühen. Für Gartenbesitzer ist das das Zeichen, die Rosen zu schneiden. Da der Zeitpunkt der Forsythienblüte vom Witterungsverlauf abhängig ist und mal früher oder später ist, passt sich damit der Rosenschnitt dem Wetter bestens an.

So mancher Blumenfreund fragt sich, warum die Rosen überhaupt geschnitten werden müssen. Lässt man sie einfach wachsen, treiben sie fast immer oben neue Triebe aus. Die Pflanzen werden immer länger und spraddeliger und verkahlen unten zusehends. Das Erscheinungsbild sowie die Blüte werden immer unbefriedigender. 

Der Schnitt bei Edel- und Beetrosen sollte sehr tief angesetzt werden, wenn sie schwach wachsen (drei bis vier Augen stehen lassen), und etwas höher bei stark wachsenden Rosen (vier bis sechs Augen belassen). Geschnitten wird immer rund einen Zentimeter oberhalb eines Auges. Je tiefer geschnitten wird, desto stärker und länger werden die neuen Triebe aus diesen Augen. 

Viele Rosen haben aktuell schon längst neue Triebe gebildet und tragen bereits etliche rotgrün gefärbte Blätter. Der milde Winter ist die Ursache für dieses frühzeitige Wachstum. Gleichwohl sollten wir deswegen nicht den Schnitt scheuen. 

Die Rosen vertragen ihn problemlos und treiben eifrig aus den unteren Augen wieder neu aus.

Außerdem sollten alle trockenen und erfrorenen Teile herausgeschnitten werden. Das gilt auch für Kletter- und Strauchrosen, die ansonsten aber keinen Schnitt benötigen. Wenn ein alter, vergreister Trieb herausgenommen werden muss, dann wird er direkt über dem Boden abgeschnitten. 

Für den Schnitt benötigt man dicke Leder-Arbeitshandschuhe sowie eine scharfe Schere möglichst mit zwei Klingen (keine Amboss-Schere, die quetscht die Triebe). Außerdem sollte man jetzt im Frühjahr den Rosen einen Bodenaktivator sowie einen guten Gartendünger gönnen. Wir sammeln übrigens seit Monaten den Kaffeesatz, der ein sehr guter Rosendünger ist. Schwarzteeblätter funktionieren auch. 

Es geht ganz einfach: Eine kleine Kaffeetasse voll Prütt pro Rose werden ringsum in den Boden eingearbeitet.

Serie rund um das Thema Garten

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© Fischer

Viel Zeit haben etliche Menschen in Corona-Zeiten. Wer einen Garten hat, kann diese jetzt nutzen, um sein Grün für die Saison startklar zu machen. Gewöhnlich ist der eigene Garten Corona-frei. Der früher Anzeiger-Redakteur Klaus Fischer, der auch der 1. Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins Soest ist, wird in lockerer Folge hier sein Gartentagebuch veröffentlichen. 

Darin finden sich viele interessante Tipps rund um den Garten und die Natur. Er besitzt einen sehr großen Garten mit vielen Zierbeeten, aber auch einen Nutzgarten nebst Gewächshäusern sowie zahlreiche Beeren- und Obstgehölze. Jede Menge gibt es dort zu tun. Davon wird er in seinem Tagebuch berichten wie auch aus seinem reichen Erfahrungsschatz, den er in über 40 Jahren als Freizeitgärtner erworben hat.

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