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Rewe setzt voll auf heimisches Schweinefleisch

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Von: Johannes Dröge

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Die Supermarktkette setzt auf heimisches Schweinefleisch.
Die Supermarktkette setzt auf heimisches Schweinefleisch. © Peter Dahm

Der Supermarktriese Rewe will in Sachen Fleisch ökologisch punkten: Rund 95 Prozent des konventionellen Sortiments an Schweinefrischfleisch soll künftig aus heimischer Produktion stammen.

Soest –Die beiden Soester Rewe-Betreiber Stolper (zwei Märkte) und Passgang dürften mit den neuen Vorgaben eher wenig Probleme haben. Bei Passgang ist das Fleischgeschäft mit der eigenständigen Metzgerei Schäfermeier ausgelagert. Stolper-Chef Peter Schmitz plädiert für ein weitgehendes Zurückdrängen der Massentierhaltung. Im Soester Rewe sei Bio-Schweinefleisch meist vorrätig.

Das gelte allerdings nicht für jeden Rewe-Markt. Im mittleren Preissegment kommen sogenannte „Heimatschweine“ unter anderem vom Hof Langreck in Rheda-Wiedenbrück zu den Soester Rewe-Stolper-Märkten. „Das ist jedoch kein reines Bio-Fleisch“, betont Schmitz. Noch näher an Bio-Maßstäben bewegen sich zum Beispiel die „Strohwohlschweine“ aus Lippetal, die der Hof Albersmeier liefert. Klaus und Marianne Albersmeier hatten seit 2018 die konventionelle Tierhaltung umfassend umgekrempelt, was zu einem fünfjährigen Vertrag mit Rewe führte. Geboren werden die Ferkel bei Familie Spellermann in Bad Sassendorf.

Rewe setzt auf heimisches Schweinefleisch: Applaus vom WLV

Die immer noch starke konventionelle Schiene in Sachen Schweinefleisch bedient der Großlieferant Kempa aus Unna Königsborn – nach eigener Aussage mit stets gleichbleibender und hochwertiger Qualitätsware. Einen Standort unterhält Kempa auch in Soest am Lünenweg.

Beim Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftverband (WLV) hat der neue Treueschwur der Rewe-Gruppe zur heimischen Produktion für Applaus gesorgt. „Der Vorstoß ist ein wichtiger und dringend notwendiger Schritt“, sagt WLV-Präsident Hubertus Beringmeier. Noch mehr Lob vom Bauernverband gibt es für die von Rewe geplante Aufstockung der zusätzlichen Zahlungen für heimisches Schweinefleisch: „Auch die übrigen Lebensmitteleinzelhändler sollten ebenso verfahren.“

Kaufland Soest verweist in Sachen Tierschutz auf die Konzernzentrale, die tierquälerische Haltungsbedingungen ausschließen und die Tierwohlstandards flächendeckend verbessern will. Außerdem will man Produktion, Einkauf und Vertrieb von Produkten tierischen Ursprungs verfolgen, heißt es in der internen Richtlinie Tierwohl. jod

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