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Bagger zerstört Kabel, Rettungszentrum vom Stromnetz getrennt: Feuerwehr und THW im Einsatz

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Von: Daniel Schröder

Der Abrollbehälter Notstrom rückte an.
Der Abrollbehälter Notstrom rückte an. © Feuerwehr Lippetal

In der Nähe des Rettungszentrums in Soest wurden zwei Erdkabel beschädigt. Die Stromversorgung wurde dadurch unterbrochen. Einsatz für Feuerwehr und THW.

Soest - Bei Abrissarbeiten an der Kfz-Zulassungsstelle, die in der Nähe des Rettungszentrums des Kreises Soest liegt, wurden am Montag, 11. Oktober, zwei Erdkabel beschädigt. Dadurch wurde das Rettungszentrum, in dem unter anderem die Leitstellen von Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr untergebracht sind, vom öffentlichen Stromnetz getrennt.

Wilhelm Müschenborn, Sprecher des Kreises Soest, berichtete, dass das Notstromaggregat auf dem Gelände des Rettungszentrums postiert ist, direkt nach dem Zwischenfall um 15.32 Uhr planmäßig angesprungen sei und nur kleinere Bereiche des Rettungszentrums kurzzeitig ohne Strom waren. Das Stromaggregat sorgte dafür, dass der wichtige Betrieb des Rettungszentrums problemlos weiterlaufen konnte. Die Notruf-Telefone und die Alarmierung von Rettungsdienst und Feuerwehr waren zu keinem Zeitpunkt eingeschränkt.

Die Reparatur der Kabel zog sich über einen Tag.
Die Reparatur der Kabel zog sich über einen Tag. © Feuerwehr Lippetal

Auch für den möglichen Fall, dass das Notstromaggregat hätte ausfallen können, wurde vorgesorgt: So wurden um 17.36 Uhr Feuerwehr und THW alarmiert. „Um eine Rückfallebene zu haben wurde der Abrollbehälter-Notstrom des Kreises Soest und die Energie-Einheit alarmiert und eine mögliche Einspeisung vorbereitet“, berichtete die Feuerwehr Lippetal, die mit ihrem Strom-Anhänger vor Ort war.

THW und Feuerwehr arbeiteten Hand in Hand.
THW und Feuerwehr arbeiteten Hand in Hand. © THW/Blume

Der 400kVA Stromgenerator, der auf dem Abrollbehälter-Notstrom steht, wurde von Kräften der Freiwillige Feuerwehr der Stadt Lippstadt, Feuerwehr Welver, Feuerwehr Bad Sassendorf und des THW Lippstadt und Soest gemeinsam angeschlossen. Um den dauerhaften Betrieb zu gewährleisten, stellte das Soester THW mit zwei mobilen 450L Tankanlagen die Kraftstoffversorgung sicher. Vom THW war die Fachgruppe Logistik Materialwirtschaft und Elektrofachkräfte vor Ort.

Die Feuerwehr Lippetal war mit einem Strom-Anhänger im Einsatz.
Die Feuerwehr Lippetal war mit einem Strom-Anhänger im Einsatz. © Feuerwehr Lippetal

Der Einsatz zog sich über eine Dauer von mehr als einem Tag, weil die Reparaturarbeiten durch eine beauftragte Soester Firma sich aufwändig gestalteten. Um 18.21 Uhr meldete die Leitstelle am Dienstag, dass die Stromversorgung aus dem öffentlichen Netz wieder hergerichtet wurde: „Bis zur Wiederherstellung des Erdkabels am folgenden Tag um ca. 18.30 Uhr waren Einsatzkräfte der beiden Energie-Einheiten (Kreis Soest und Lippetal) vor Ort, um bei einem Ausfall sofort reagieren zu können“, so die Feuerwehr Lippetal.

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