Restauratoren in der Andreaskirche

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Vorher – nachher: Dieses Probefeld, das die Restauratoren bereits gereinigt haben, gibt einen ersten Eindruck vom Ergebnis.

Ostönnen – Die Wände vorsichtig reinigen, die wertvollen Malereien fachkundig restaurieren, so dass die alte Farbigkeit deutlicher hervortritt und die Bilder besser lesbar sind, das schützen und sichern, was an kostbarer Substanz über die Jahrhunderte Bestand hat – ein großes Projekt, für das sich die evangelische Kirchengemeinde ausgesprochen hat. Ab dem Frühjahr ist St.  Andreas für einige Monate geschlossen.

Experten wissen es: Westfalen ist reich an romanischen Kirchen und – kaum wahrgenommen – an figürlicher Wandmalerei. In Ostönnen finden sich herausragende Zeugnisse dieser Kunstgattung, die über die Epochen hinweg erhalten blieben. Nachdem Restauratoren kürzlich einige Wochen lang die mittelalterlichen Fresken untersucht und an zwei Stellen schon Probefelder angelegt haben, schließlich die Förderzusagen eintrafen, wird’s nun nicht mehr lange bis zur Ausführung dauern. Ein herzliches Willkommen im Dorf galt jetzt Frank Markiewicz, Ortskurator Soest der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), und Jutta Viktoria Dewenter von WestLotto. Sie überreichten symbolisch einen Fördervertrag über 75 000 Euro an Kirchmeister Georg Haverland.

Die evangelischen Christen rund um den Turm von St.   Andreas gehören zu den kleinsten Gemeinden in der Börde, ihrem romanischen Gotteshaus allerdings kommt hohe Bedeutung zu. Die anstehenden Arbeiten sind mit einigem Aufwand verbunden. So müssen die Bänke ausgeräumt und im Innenraum Gerüste aufgebaut werden. Die Orgel kommt sozusagen in einen Verschlag: Sie wird eingehüllt und steht im Gehäuse unter ständiger Beobachtung, wie Dirk Pieper, Architekt vom Kreiskirchenamt gestern hervorhob: Wichtig ist, dass die Luftfeuchtigkeit in dem Instrument konstant bleibt und vor allem, dass sie nicht zu hoch wird. Schwankende Werte greifen das Holz an und schaden der Intonation. Die evangelischen Christen feiern die Gottesdienste vorübergehend im Gemeindehaus, in der Weihnachtszeit werden sie in ihre Kirche zurückgehen. Die erscheint dann buchstäblich im neuen Glanz: Denn die Planungen sehen auch eine bessere Ausleuchtung auf dem aktuellen Stand der Technik vor. Bei einer Eigenbeteiligung von rund 140 000 Euro ist die Gemeinde im hohen Maße finanziell gefordert.

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