Auch bei der Frauenhilfe bleiben Sammelbehälter für Gelbe Säcke stehen

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Nach einer Kantine im Soester Stadtgebiet klagt jetzt auch die Evangelische Frauenhilfe darüber, dass ihre Sammelbehälter für Gelbe Säcke nicht mehr entleert werden.

Soest – Wieso darf ein gewerblicher Betrieb wie eine Kantine überhaupt seine Abfälle in Gelben Säcken entsorgen? Diese Frage stellte ein Leser nach der Berichterstattung über die Klage eines Soester Kantinenchefs darüber, dass der Entsorger Veolia seine Sammelbehälter nicht mehr akzeptiert, sondern verlangt, dass die Säcke einzeln an die Straße gestellt werden. Die Antwort gab es vom Soester Entsorgungsunternehmen ESG. 

Danach sind einige Branchen, darunter gastronomische Betriebe, öffentliche Verwaltungen und auch Seniorenheime, privaten Kunden gleichgestellt und dürfen ihre entsprechenden Abfälle in gelben Säcken entsorgen. Die in dem Artikel geschilderte Veränderung trifft aber offensichtlich auch andere Einrichtungen hart. 

So meldete sich die Evangelische Frauenhilfe, die am Feldmühlenweg unter anderem das Lina-Oberbäumer-Haus betreibt. Auch hier bleiben die Sammelbehälter seit einiger Zeit stehen, auch hier, so schreibt Sachbearbeiterin Sabine Lohmann, habe es keine vorherige Information gegeben. Und auch hier sei die Umstellung mit der Notwendigkeit begründet worden, die Säcke stichprobenartig auf korrekte Befüllung untersuchen zu können.

Weil aber bei jeder Leerung mindestens 150 Säcke zur Abholung an den Feldmühlenweg gestellt würden, so Lohmann, die dort einzeln abgestellt für Passanten gefährlich seien, habe man sich mit der Bitte um eine praktikable Lösung an das Unternehmen gewendet. 

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„Als Lösung dieses Problems wurde uns durch den Mitarbeiter der Firma Veolia angeboten, unsere beiden Gelben Tonnen durch zwei kostenpflichtige Graue Tonnen der gleichen Größe zu ersetzen. Diese würden dann in der neuen und modernen Sortieranlage der Firma Veolia ordnungsgemäß sortiert und entsorgt. Eine andere Möglichkeit als diese oder die einzelnen Gelben Säcke an die Straße zu stellen, gäbe es nicht mehr“, schreibt Lohmann. 

Was sie von diesem Vorschlag und dem Vorgehen von Veolia insgesamt hält, daraus macht Lohmann keinen Hehl: Das sei „unglücklich“.

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