Wurzel-Radweg soll bald endlich geglättet werden

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Für Radfahrer wird es hier ungemütlich und gefährlich.

Soest –Zweimal ist bereits die Sanierung der Radwege entlang der Ringstraße verschoben worden. Ein drittes Mal soll es nicht geben, versichert Oscar Santos von Straßen- NRW. Nach der Kirmes in wenigen Wochen werde man sich um „das schlimmste Stück“ zwischen Ostenhellweg und Warsteiner Weg entlang des Rigarings kümmern: Auf dem nach Westen führenden Radweg ragen die Baumwurzeln der Platanen besonders hoch und gefährlich aus der Asphaltpiste.

Die Verzögerungen erklärt Santos so: „Wir hatten mit den Umwelt-Fachleuten von Stadt und Kreis nach der besten Lösung Ausschau gehalten.“ Favorisiert worden seien zunächst sogenannte Wurzelbrücken. Komplette Hohlkästen aus Geotextilien sollten über die durch den Asphalt schießenden Baumwurzeln gepackt werden.

 „Doch das hätte bedeutet, den Aufbau der Wege um 20 Zentimeter zu erhöhen“, so Santos. Weil nicht an jeder Stelle des Radwegs Wurzeln den Radverkehr behindern, wären also nur bestimmte Abschnitte mit Wurzelbrücken ausgestattet worden. Die Folge: Eine Berg- und Talbahn auf dem Fahrradweg. Geotextilien sind flächige oder dreidimensionale Textilien, die meist wasserdurchlässig sind. Sie dienen als Baustoff im Bereich des Tief-, Wasser- und Verkehrswegebaus und sind für geotechnische Sicherungsarbeiten ein wichtiges Hilfsmittel. Sollten die Wurzeln freilich weiter nach oben stoßen, müsste immer wieder nachgearbeitet werden. „Ein Fass ohne Boden“, so Straßen- NRW Nun also ist die Idee verworfen.

 Die Buckelpiste wird stattdessen mit einer wassergebundenen Decke geglättet. Das heißt: Der aufgerissene Asphalt wird entfernt, die Löcher werden mit einem Sand-Kies-Gemisch verfüllt. Das Material ist elastisch und kann bei steigenden Wurzeln ergänzt werden. Wenn es überhaupt einen Nachteil für diese Lösung gibt, dann wäre er lediglich ästhetischer Art: 

Die Radfahrer rollen hier abwechselnd auf dem gelblichen Sand-Kies-Gemisch und dem grauen Asphalt. Doch das dürfte ihnen relativ egal sein. Hauptsache: Der Weg wird eben und glatt, ohne dass Buckel und Kanten die Radler gefährden und sie womöglich auf die Fahrbahn stürzen lassen.

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