Projekt Soestbach ist auf der Zielgeraden

+
Zwischen Aldegreverwall und Feldmühle soll der Soestbach demnächst viel breiter fließen.

Soest - Beim Soestbach geht es auf die Zielgerade. Ist Soests Altstadt-Gewässer in den vergangenen Jahrzehnten an vielen Stellen bereits zu einem vorzeigbaren Stück Grün aufgehübscht worden, soll in dieser Saison mit dem Schluss-Abschnitt zwischen Aldegreverwall und Feldmühle begonnen werden.

Besonders reizvoll: Hier wird das Bach- und Uferbett in etwa doppelt so breit wie an anderer Stelle. „Die Pläne sind fix und fertig und genehmigt“, sagt Alfred Koll, der Gewässerbeauftragte im Rathaus. Mehr noch: Der Zustimmungsbescheid vom Land für den „halben“ Abschnitt entlang des Stadtwerke-Grundstücks am Aldegreverwall liegt auf dem Tisch: Das Land buttert 370 000 Euro zu der halben Million Euro dazu, die die Aktion kostet. 

Weil die Stadtwerke einen Streifen ihres Grundstücks am Bach verkaufen, „haben wir hier jede Menge Platz“, erläutert Koll. Und somit jede Menge Möglichkeiten. Das Ufer vom Spazierweg aus kann so sanft abgeflacht werden, dass künftig kein (hässlicher) Zaun oder ein Geländer mehr nötig sein werden, um die Passanten zu schützen. 

Der Bach kann richtig schlängeln und mit Pflanzen, Beeten, Kies und Steinen herausgeputzt werden, und bei Hochwasser bleibt genügend Stauraum, um Überschwemmungen zu verhindern. Mitte nächster Woche beginnen die Rodungsarbeiten am Bach. Wildwuchs und Gestrüpp auf der Böschung werden entfernt. Ist das Wetter im Frühsommer stabil, folgen die Arbeiten am Bachbett. 

Für die letzten Meter hin zur Feldmühle liegt der Stadt indes noch kein Zuschuss vor. Im Lauf des Jahres soll ein zweiter Versuch unternommen werden, auch für den „Lückenschluss“ Fördergeld aufzutreiben, damit der Soestbach dann tatsächlich 2019 von A bis Z hergerichtet ist.

Deckel bleibt

Ein Stück Soestbach wird wohl dauerhaft unsaniert bleiben, was aber den meisten Soestern und erst recht ihren Besuchern kaum auffällt. Nach dem Krieg ist das 200 Meter lange Teilstück in der Dominikanerstraße vor dem Parkhaus gedeckelt worden. Der Bach ist hier unter der Straße verschwunden – und wird es wohl auf absehbare Zeit bleiben. Denn hier den Deckel wieder hoch zu nehmen, Straßen, Brücken und Zufahrten zu Häusern und Nachbarstraßen neu zu bauen, dürfte mehrere Millionen Euro verschlingen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare