Suche nach Soester Taxi-Räuber

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Im Dezember und Januar gab es Überfälle auf Taxifahrer in Soest.

Soest - Die Überfälle auf zwei Taxifahrer in Soest sind möglicherweise von einem Täter begangen worden. Die Polizei hat nun ein Phantombild herausgegeben. 

Der Überfall auf eine Soester Taxifahrerin aus Lippetal hatte für Verunsicherung gesorgt – sowohl bei den Kollegen der Überfallenen als auch bei einigen Bürgern. Die betroffene Frau selbst hatte sich nach dem Vorfall vor rund zwei Wochen in unserer Redaktion gemeldet und ging in die Offensive: Sie wollte ein Muster erkannt haben, wonach der Täter schon einmal zugeschlagen hatte. 

Dieser Mann wird mit den Überfällen in Verbindung gebracht.

Die Polizei scheint nun ganz ähnliche Erkenntnisse gewonnen zu haben: Sie veröffentlicht ein Phantombild. Der erste Überfall ereignete sich in der Vorweihnachtszeit an einem Sonntagabend gegen 23.40 Uhr. Ein Taxifahrer nahm einen Fahrgast am Bahnhof auf, dieser änderte mehrfach sein Wunschziel und wollte schließlich im Wendehammer am Müllingser Weg herausgelassen werden. 

Dort rannte er um das Taxi herum, riss die Fahrertür auf und bedrohte den Fahrer mit einem Messer. Bei Bettina Blöck war es schon 2.50 Uhr und damit mitten in der Nacht, als sie in der Puppenstraße jemanden aufnahm. „Ich hatte gleich ein ungutes Gefühl“, sagte sie dem Anzeiger zwei Tage später. Der Mann hatte auf dem Sitz hinter ihr Platz genommen, schon das war ihr nicht geheuer. Dann ging es, wie schon im Dezember beim Kollegen, über verschiedene Stationen in den Müllingser Weg, wo der Fahrgast schließlich erneut ausstieg und an die Fahrertür trat. 

Bettina Blöck hatte zudem weniger Glück als ihr Kollege: Bei ihr kam es zu Handgreiflichkeiten, sie wurde mit dem Messer am Arm verletzt. Die Geldbörse war futsch. „Durch Ermittler des Landeskriminalamts wurde nun mit Unterstützung der Ermittler der Kreispolizeibehörde Soest und der Taxifahrer ein Phantombild des Täters gefertigt“, heißt es nun in einer Mitteilung der Polizei. „Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde das Phantombild durch das zuständige Amtsgericht zur Öffentlichkeitsfahndung freigegeben.“ 

In dem Steckbrief heißt es, dass ein Mann mit schwarzafrikanischem Aussehen im Alter von 25 bis 35 Jahren gesucht wird. Er soll 170 bis 175 Zentimeter groß sein und zur Tatzeit dunkel gekleidet gewesen sein. Zudem ist er athletisch. Und noch ein Detail gibt die Polizei bekannt: Der Täter soll „ein auffällig glattes Gesicht“ haben.

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