Weitere 14 Bäume in Gefahr

Politik tut sich beim Soester Wall weiter schwer: Soll sie Experten folgen, die mehr junge Bäume fordern?

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Schwierig: Wie viele Bäume sollen auf dem Soester Wall noch gefällt werden? Die Politik arbeitet mühsam an Antworten.

Soest – Es läuft weiterhin nicht sonderlich rund in der Soester Politik, wenn es um die Wall-Sanierung und vor allem um die Frage geht: Wie viele mickrige Linden sollen denn nun fallen und durch neue, vitale Bäume ersetzt werden? Vor allem tun sich die Politiker schwer mit dem Appell des Wallbeirats.

Die sechsköpfige, unabhängige Experten-Kommission hatte vergangene Woche dazu aufgerufen, offensiv zu entscheiden: Also „auf Perspektive Lebensmöglichkeiten für viele Bäume zu schaffen“ und dafür jetzt den ein oder anderen „Kümmerling“ zu opfern. So hat der Wallbeirat 14 weitere Bäume auf dem Dasselwall benannt, die ersetzt werden sollten.

„Ich tue mich unheimlich schwer damit“, sagte Thomas Feldkamp (Bürgergemeinschaft) jetzt im Stadtentwicklungsausschuss. Gerade erst hatten die Politiker sich auf eine Liste von sechs weiteren zu fällenden Linden verständigt, da kam dann noch als Tischvorlage die Anregung des Beirats hinzu, 14 weitere Bäume aufzugeben.

Ausschuss-Vorsitzende Manuela Mewes schlug vor, sich zumindest Bilder von jeden Baum mal anzusehen. Doch der Ausschuss lehnte ab. Michael Burges (FDP): „Was maßen wir uns eigentlich an, wir sind doch keine Fachleute und sollten deshalb auf die Experten-Meinung vertrauen.“ Doch Hans Olmer (SPD) hat da seine Schwierigkeiten: „Ich könnte hier andere Experten benennen, die anderer Meinung sind.“

Weil in Kürze der Landschaftsbeirat tagt, der ebenfalls ein Wort bei den Fällungen mitzureden hat, soll dem jetzt die komplette Liste überspielt werden. So gewinnt der Stadtentwicklungsausschuss Zeit für seine Entscheidung über die 14 Bäume. Denn selbst wenn der Landschaftsbeirat sein Okay geben würde, könnte die Politik die 14 Bäume (oder einzelne davon) stehen zu lassen. Die Sanierung des Dasselwalls soll 2020 beginnen, wenn das Fördergeld bis dahin fließt.

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