Platz für über 1000 Menschen im neuen Wohngebiet im Soester Norden

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So soll es demnächst im Soester Norden sehen, wo heute noch Gräser- und Ackerflächen dominieren. Maurer und andere Handwerker werden zwischen Oestinghauser Landstraße und Weslarner Weg viel zu tun haben, 600 neue Wohnungen hochzuziehen. Unser Archivbild entstand im Soester Westen in der neuen Ardey-Siedlung.

Soest - Die nächste Generation Bauherren zieht es nach Norden. Am Stadtrand zwischen Oestinghauser Straße, Danziger Ring und Weslarner Weg entsteht eine Wohnsiedlung, die am Ende mehr als 1000 Menschen die eigenen vier Wände beschert.

An Plänen und Konzepten für das Viertel wird gerade gefeilt; aber nicht alle Details gefallen den Soester Politikern; demnächst sollen auch die Bürger gehört werden. 

Genau genommen sind es vier Quartiere, die das Gebiet bestimmen. Hauptstraßen sowie ein in Süd-Nord-Richtung verlaufender Grünstreifen samt Bach schneiden das Viertel in vier Stücke. Der grüne Gürtel – ähnlich wie demnächst in der Adam-Kaserne – soll das Regenwasser von den Dächern und Wegen schlucken und offen Richtung Schwanebrügge leiten.

Sichere Fuß- und Radwege sollen entstehen

Unterschiedliche Dächer – mal in Pult-, mal in Sattelform oder gleich ganz flach – sollen den vier Teilen mit insgesamt 600 Wohnungen den eigenen Stempel aufdrücken. Lärmschutzwälle an Teilen der Oestinghauser Straße und des Weslarner Weg sollen den Krach von der Straße dämmen; wo das nicht ausreicht, müssen die Häuser am Rand so geplant werden, dass zur Straße hin nur Aufenthaltsräume mit Festverglasungen vorgesehen werden. 

Der Weslarner Weg soll ein paar hundert Meter ausgebaut und verbreitert werden, damit die künftigen Siedler sichere Fuß- und Radwege bis in ihr Viertel vorfinden. 

Kritik an zu geringem Grünanteil

Ein paar Bedenken hat der Stadtentwicklungsausschuss spontan geäußert: Flachdächer, so warnt Thomas Howe vom „Jungen Soest“, seien womöglich reparaturanfällig. „Heute nicht mehr“, so die Antwort des Leipziger Planers. Wenn das ganze Wasser aus der Neubausiedlung nach Norden strömt, drohe „Schwanebrügge abzusaufen“, warnt Ulrich Koch (CDU); Gewissheit sollen Fachuntersuchungen des Kreises bringen. 

20 Prozent Grünanteil auf den öffentlichen Flächen seien zu wenig, bemängelt Werner Liedmann (Grüne). Und CDU-Fraktionschef Rolf Meiberg sorgt sich, die Vielzahl der Festlegungen“ könne das Bauen hier teuer machen. 

Diese und andere Bedenken zu teilen oder zu verwerfen, ist noch Zeit; jetzt sollen erst einmal Öffentlichkeit und Behörden zu dem Vorhaben gehört werden, bevor der Bebauungsplan verabschiedet werden und die ersten Arbeiten beginnen können.

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