Nur auf Pin und Plakat

"Nessie" taucht zur Allerheiligenkirmes ab... 

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Die Kirmesmacher setzten auf der Allerheiligenkirmes auf neue Fahrgeschäfte, wie hier den Event Tower: Ein Hochhaus mit zwölf Aktionsräumen. Klassische Karussells wie etwa die Schiffsschaukel "Nessie" müssen dafür mal eine Runde aussetzen.  

Was hat es mit dem Monster auf den Kirmesplakaten auf sich? „Es ist tatsächlich Nessi, die auf den Plakaten und dem Kirmes–Pin abgebildet ist“, sagt Kristina Reinke von Soest-Marketing. Obwohl: Die klassische Schiffsschaukel Nessi ist in diesem Jahr gar nicht mit von der Partie auf der Soester Allerheiligenkirmes.

Die Ideen zu den Motiven für die Kirmesplakate und den Pin werden bei Soest-Marketing entwickelt. „Unsere Werbeagentur setzt die Idee dann um“, so Reinke. Als man dort die Idee hatte, Nessi zusammen mit dem Jägerken abzubilden, war man davon ausgegangen, dass die Schiffsschaukel auch in diesem Jahr bei der Kirmes präsent sein wird. „Wir entwickeln die Motive schon sehr früh, das Ganze ist von langer Hand geplant“, erklärt Reine.

 Die Pins werden schon einige Monate vor der Kirmes in Auftrag gegeben. Zu Nessi, so Reinke, hätten die Soester einen positiven Bezug. „Wir wollen den Kirmesbesuchern einen abwechslungsreichen Bummel über den Rummel garantieren, deshalb haben wir in diesem Jahr darauf verzichtet, die Schiffsschaukel Nessi nach Soest zu holen“, erklärt Marktmeister Klaus Matteikat. Es können schließlich nicht jedes Jahr die gleichen Fahrgeschäfte locken. 

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Deshalb habe man sich in diesem Jahr gegen Nessi entschieden. „Es gibt ja schon genug Klassiker wie den Happy Sailor, das Big Monster oder den Wellenflug“, so Matteikat. Um attraktiv zu bleiben, müssen auch neue Fahrgeschäfte her. Und die Zahl derer ist in diesem Jahr – wie bereits berichtet – mit neun neuen Fahrgeschäften überdurchschnittlich hoch. Wo im vergangenen Jahr „Nessi“ stand, wird in diesem November „Apollo 13“ aufgestellt – im weiteren Sinne auch eine Schiffsschaukel. 

Der Marktmeister weiß, dass von den Kirmesbesuchern nur 30 Prozent in ein Fahrgeschäft steigen – der überwiegende Teil schaut nur oder genießt bei einem Hotdog oder Popcorn das turbulente Treiben. Zurück zu den Pins und Plakaten: Es sei nach so vielen Jahren eine zunehmende Herausforderung, jedes Jahr zur Kirmes ein neues, originelles Motiv zu finden.

"Wird nicht einfacher"

 „Das wird nicht einfacher, von Jahr zu Jahr ein zur Kirmes passendes Attribut zu finden“, so Reinke. Schließlich gelte es, ein Motiv zu finden, das gut aussieht und machbar für Plakat und Pin ist. „Vor ein paar Jahren hatten wir mal ein Kirmesplakat mit Jägerken und Kettenkarussell. Doch als Pin war dieses Motiv nicht verwendbar, denn die filigranen Ketten brachen auf dem Pin ab“, erinnert sich Reinke. 

Spontan musste man umplanen: Auf dem Pin wurde dem Jägerken das Osthofentor an die Seite gestellt – quasi stellvertretend auch für den Pferdemarkt. Und da gibt es ja auch noch die Postkarte, deren Slogan in Bezug auf das Monster „Nessi“ und die Allerheiligenkirmes lautet: „Ich freu mich monstermäßig“. Kristina Reinke: „Vielleicht tröstet es die Kirmesfans ein wenig, dass sie Nessi in diesem Jahr wenigstens auf dem Pin haben.“ Und: „So ist das eben mit Nessi: mal taucht sie auf, dann wieder nicht..."

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