Warum Kinder so gern in Pappstadt sind

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In Pappstadt ist immer etwas los. Dort's geht es beinahe zu, wie im richtigen Leben.

Endlich! Viele Soester haben schon lange drauf gewartet. Pappstadt öffnet wieder die Pforten – jedes Jahr aufs Neue ein beliebtes Ferienziel für rund 170 Kinder. Das Besondere daran: Die jungen Soester bauen aus Kartons eine Welt, wie sie ihnen gefällt.  Pappstadt ist Kult in Soest. 

Zwei Wochen in den großen Ferien ziehen Soester Kinder in die Turnhalle der Johannes-Schule. Die Stimmung dort ist bekanntermaßen meisten ausgezeichnet, diesmal aber geht’s ausdrücklich um Jubel, Trubel, Heiterkeit. Denn das Motto lautet: „Pappstadt lacht“. Auf den guten Ton kam’s auch den sechs Bürgermeister-Kandidaten an, die jetzt ins Rennen gingen. 

Sie möchten, dass die Pappstädter immer gut lachen haben und versprachen, alles zu tun, was in ihrer Macht steht, um die gute Laune noch zu steigern. Eine Aufgabe, die nach der demokratischen Wahl ganz in den Händen von Lara und Moritz liegt. Sie teilen sich die Position des Bürger-Repräsentanten. Applaus erklang, „We Are The Champions“ dröhnte aus dem Lautsprecher – und auf ging’s im Bürgermeister-Mobil zur Party mit dem feierfreudigen Volk. 

„Gut drauf und extrem engagiert“, so beschreibt Elke Schmücker von der Jugendabteilung im Rathaus die Kinder, die sich in Pappstadt gut eingelebt haben. Sie freut sich über die vielen Ideen, die der findige Nachwuchs mit ins Urlaubs-Domizil bringt. So hatten die Bewerber für das Amt an der Spitze von Pappstadt ganz genaue Vorstellungen, was sie wollen und wie sie die Einwohner überzeugen möchten. 

Intensiv feilten sie an ihren Reden, um die richtigen Worte zu sagen. „Möchten Sie eine Massage? Eine Spritze gefällig?“ Das Team des Krankenhauses kennt keine Pause. Noch während die Zähl-Kommission die Zettel aus der Wahlurne sortierte, ging der Betrieb in der Klinik weiter. Helfer im weißen Kittel hielten Ausschau nach mutigen Patienten, wobei es sich der eine oder andere gerne gefallen ließ, ein wenig am Kopf gekrault zu werden. Das tat gut. Wer näher kam, fühlte sich gut aufgehoben. Denn gleich am Eingang standen die Regeln: „Nicht auf die Patienten treten. Lächeln. Erst fragen, dann anfassen.“

 In Pappstadt ist immer etwas los. Der Ferienspaß geht bereits ins zweite Jahrzehnt. Eine Erfolgsgeschichte. Mit ein paar Häusern fing es an, die Stadt wird immer größer.

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