Osthofe hebt ab in den höchsten närrischen Himmel

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„Alle Mann an Bord“: Die Stimmung beim Osthofen-Karneval brodelte.

Soest -  Helene Fischer war so „heiß“, dass sie gleich die Feuerwehr mitbrachte: Dominik Schmidt im hautengen Fummel eroberte die Herzen im Sturm. Stadtwächterin Sonja Tüllmann mit dem „Ortsgespräch“: Sie kippte kübelweise Spott über Schützen und Politik aus – das Manuskript wird sie wohl an die Rathaustür genagelt haben, denn die Stadtoberen hatten abgesagt.

Der lustige Kneipier aus der Osthofentorschänke wusste, was müde Männer munter macht. Die kleinen Hexen verzauberten ein großes Publikum, die Große Tanzgarde hob ab über die Wolken, ging mit ihrem Auftritt im Stewardessen-Dress als Knüller des Abends durch.

Detlef Jostes und Kordula Tietz hatten als Königspaar „alle Mann an Bord“, fegten mitsamt dem Hofstaat zu einer strammen Choreographie über die Bühne. Nord- und Südzug waren die „Saubermänner“ und zogen (fast) blank für dieses Bekenntnis: „I love Helau!“ – und Kommandeur Jürgen Tietz ist stolz auf seine „Osthofe“.

Darf er auch, schließlich retten seine Akteure aus den Schützenzügen und den Garden Jahr für Jahr das letzte Stückchen Spaß in einer Stadt, die mit Sitzungskarneval nicht mehr allzu viel an der Narrenkappe hat: Am Samstagabend stellten die Jecken unverdrossen und mit Hingabe den Blauen Saal auf den Kopf. Drei Stunden Spaß am Stück – da wurde vor Begeisterung manche Applaus-Rakete gezündet: Die Gäste aus den befreundeten Schützenvereinen der Stadt und aus dem Umland amüsierten sich prächtig, die meisten von ihnen hatten sich fantasievoll in allerlei schräge Gestalten verwandelt.

Karneval Osthofe

Wer ohne Lach-muskelkater nach Hause ging, war’s selber schuld. Moderiert wurde der Spaß von „Teufelchen“ WilliSteinhüser und „Engelchen“ Marco Baffa-Scinelli, OlafWittelmann griff für Schunkelrunden und Polonaise in die Tasten. Orden gab’s am laufenden Band: Für verdiente Akteure, für Sponsoren, für treue Unterstützer. Und das Versprechen: „Im nächsten Jahr sind wir wieder da.“

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