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Politik angetan von Sekundarschul-Idee

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Die heutige Hansa-Realschule soll nach und nach auswachsen. Ab 2017 kommen dann die Siebtklässler der neuen Sekundarschule hierhin; die unteren Jahrgänge der Sekundarschule (Klassen 5 und 6) rücken in die Paulischule gegenüber ein.
Die heutige Hansa-Realschule soll nach und nach auswachsen. Ab 2017 kommen dann die Siebtklässler der neuen Sekundarschule hierhin; die unteren Jahrgänge der Sekundarschule (Klassen 5 und 6) rücken in die Paulischule gegenüber ein.

SOEST - „Lernen mit Kopf, Herz und Verstand.“ Mit dieser Losung soll die neue Soester Sekundarschule für die Jahrgänge 5 bis 10 aufgebaut und im kommenden Jahr gestartet werden.

Elfmal hat sich dazu ein Lehrerteam von Hansa-Real- und den beiden Hauptschulen Pauli und Schulzentrum getroffen und das Konzept entwickelt. Jetzt gelang es der Runde, mit ihren Ideen den Schulausschuss zu begeistern.

Im Prinzip ist es eine „kleine Gesamtschule“. Alle Kinder – egal wie leistungsstark sie sind – lernen erst einmal in den Klassen 5 und 6 gemeinsam. Ab Klasse sieben gibt es in Mathe und Englisch Grund- und Erweiterungskuse. Differenziert wird später (ab Klasse 8) auch in Deutsch und (ab Klasse 9) in Chemie und Physik. Der grundlegende Unterschied zur Gesamtschule: Die Sekundarschule hat keine gymnasiale Oberstufe. Sie setzt vielmehr auf Kooperation mit anderen Soester Schulen, die zum Abitur führen. Fach-Abi und Abi sind schon heute für die Mehrzahl der Realschul-Absolventen Alltag.

Vier spezielle Profile sollen Schwerpunkte setzen: Die Schüler können wählen aus:

– Mathe / Naturwissenschaften / Technik

– Sport / Gesundheit

– Sprache

– Musik / Kunst

Jeder Schultag, so erläuterte das Konzept-Team, beginnt mit einer „Segel“-Stunde. Das Kürzel steht für „selbstgestaltetes Lernen“. Jeder Schultag, auch dies ist den „Machern“ äußerst wichtig, beinhaltet ein gemeinsames Frühstück und Mittagessen. Gesundheit wird aber auch an anderer Stelle groß geschrieben: Nach der ersten Stunde steht eine Bewegungspause auf dem Stundenplan.

Vom PC direkt auf die Tafel im Klassenraum

Statt eines Klassenlehrers gibt es zwei. Zum einen wäre selbst im Krankheitsfall immer einer erreichbar, zum anderen steht das Tandem für den Teamgedanken, der die Schule prägen soll. Nicht nur in der Lehrer-, sondern auch in der Schülerschaft. „Wir wollen weg vom Einzelkämpfer, hin zum Team“, sagen die Entwickler und verweisen darauf, dass solche Qualitäten heute im Beruf gang und gäbe seien.

Mediale Erziehung soll zum Markenkern der Schule werden. Dazu werden nicht nur die Klassenräume mit Whiteboards (Tafeln, die an den Computer angeschlossen sind) ausgestattet, gleich zum Start in der 5 gilt es, den PC-Führerschein zu machen und mit zehn Fingern flott zu schreiben. „Wir glauben, dass unser Konzept sehr gut in die Soester Schullandschaft passt“, sagte Heinz-Jürgen Rüterbories, Vize-Rektor der Hansa-Realschule, und erntete durchweg Zuspruch bei den Schulpolitikern. - hs

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