Angebote der Awo

Viele helfen, damit Kinder in den Ferien etwas erleben

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Elena Schmidt, Jennifer Alteköster und Maik Glormann setzen als Awo-Mitarbeiter viel in Bewegung, um Kindern im Viertel ein Ferienprogramm zu bieten.

Soest - Spaß wird groß geschrieben in den Ferien. Dafür setzen die Mitarbeiter der Awo, verstärkt von Ehrenamtlichen, einiges in Bewegung.

Viele Soester Familien haben nicht das Geld für einen Urlaub in der Ferne, doch dem Team ist es wichtig, dass die Kinder rauskommen, etwas unternehmen und erleben. Jugendmigrationsdienst, Bewohnerzentrum, Ortsverein, Förderverein ziehen an einem Strang, Nachbar in Not springt ein – so ist es möglich, für 30 Kinder eine Woche in der Jugendherberge in Detmold zu organisieren. 

Maik Glormann vom Bewohnerzentrum am Britischen Weg weiß um den Wert dieser fünf Tage, die für die Erwachsenen sicher anstrengend sein können, vor allem beim späten Budenzauber. Doch das sei vergessen, wenn sie sehen, wie begeistert die Kinder sind und wie wohl sie sich in der Gemeinschaft fühlen. Sie teilen sich ein Zimmer, helfen sich gegenseitig „beim Bettenbauen“ und lernen, miteinander auszukommen. Viele seien das erste Mal von zuhause fort. 

Kein eigenes Handy und kein Fernseher 

In dieser Freizeit gilt: Es gibt kein eigenes Handy, und abends läuft kein Fernseher. Für die Kinder kostet der Aufenthalt 100 Euro – dieser geringe Preis sei nur durch rechtzeitige Planung und durch gemeinsame Anstrengungen möglich, sagt Glormann. In der Englischen Siedlung leben Menschen aus vielen Nationen, Integration und Teilhabe sind daher auch wesentliche Merkmale der Ferienaktionen. Dazu gehört auch ein Ausflug zum Allwetter Zoo in Münster, für den sich Kinder und Erwachsene anmelden können. 

Eine Einladung zum Fallschirmspringen steht sicherlich auf den wenigsten Programmen für den Sommer – aber im Soester Süden. Es gehe darum, Grenzen auszutesten, sich etwas zuzutrauen und das auch durchzuziehen, schildert Maik Glormann. „Das Selbstbewusstsein wird gestärkt, das ist unbezahlbar“, fügt Elena Schmidt vom Jugendmigrationsdienst hinzu. Wer sicher auf dem Boden gelandet ist, strahlt „und kriegt“, so Maik Glormann. „das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht."

Weitere Details unter Telefon 02921/73231 oder 77273.

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