Ohne Konzept keine solide Zukunft für Französische Kapelle in Soest

Die Wandmalereien der einstigen französischen Gefangenen sind in der Kapelle der Adamkaserne zu sehen.

Soest –  Der Verein Geschichtswerkstatt Französische Kapelle und die Stiftung Museum der Belgischen Streitkräfte in Deutschland sollen bis zum 10. August ein kooperatives Konzept für ein Museum im Dachgeschoss von Block 3 der Adamkaserne erstellen. Die Stadt bietet dabei ihre Hilfe an. Das hat der Kulturausschuss dem Rat empfohlen. Zuvor hatten die Politiker intensiv über das Projekt diskutiert.

Beigeordneter Peter Wapelhorst erinnerte an die Gespräche, die Vertreter von Stadt, Geschichtswerkstatt Französische Kapelle, Museumsamt des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) und Stiftung geführt hatten. Die Geschichtswerkstatt hatte zwischenzeitlich beantragt, neben dem Dachgeschoss auch die Etage darunter zu nutzen. Zuletzt aber räumte sie ein, sich mit dem Dachgeschoss zufrieden zu geben.

Bisher liegt noch kein (Finanz-)Konzept für diesen Museumsbereich vor. Wapelhorst führte das darauf zurück, dass die Geschichtswerkstatt im Oktober die Gespräche abgebrochen habe. Mittlerweile reden Stadt und Verein wieder miteinander.

Bernd Milke (FDP) forderte, Struktur in die Diskussion zu bringen. Dafür sollte die Wirtschaftsförderung und die Wohnungsbaugesellschaft, die eigens für das Adamkasernen-Gelände gegründet wurde, Näherungszahlen vorlegen und diese erläutern. Milke erinnerte auch daran, dass die Erschließung des Kasernen-Geländes ein Projekt für die Regionale 2013 war. Damals stand ein Zuschussbedarf von mehreren Millionen Euro in Rede. Wie sollte heute ein Plan kostenneutral realisiert werden?

Modell Artothek auch für Kapelle möglich

Inga Schubert-Hartmann (SPD) sagte, dass in der Landesversammlung, in der sie Mitglied ist, die Weichenstellung für Gedenkstätten zurzeit sehr gut sei. Allerdings müsse in Sachen Französische Kapelle zunächst die Rolle der Kommune geklärt werden.

Nur die Stadt könne nämlich Zuschüsse beantragen. Ihr schwebte für die Museen in der Kaserne ein ähnliches Konzept vor wie für die Artothek: Eigentümer ist hier die Stadt, betrieben wird die Bilderausleihe von Ehrenamtlichen, in diesem Fall vom Kreiskunstverein.

Damit aber weiter entschieden werden könne, „müssen wir sehen, dass wir an Zahlen kommen“, sagte Christiane Mackenen (CDU).

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