Supermarkt und Bistro im Norden

Norma und Handwerkerschaft packen es in Soest gemeinsam an

Handwerkerzentrum Schönberger Thelen
+
Auf der Wiese vor dem Handwerkszentrum: Detlev Schönberger (links) und Alexander Thelen.

Im Soester Norden fügt sich gerade eins zum anderen: Die ersten Eigenheime und eine Kita werden für die neue Wohnsiedlung hochgezogen, die am Ende 3500 Menschen ein Quartier bietet. Gegenüber bereitet die Kreishandwerkerschaft eine Modernisierung ihres 30 Jahre alten Ausbildungszentrums (BBZ) vor und will dafür einen zweistelligen Millionenbetrag in die Hand nehmen.

Soest - Und genau zwischen Handwerkern und Siedlung kommt nun noch Norma zum Zug – jener Discounter, der es bereits tausendfach in die deutschen Städte geschafft hat, aber eben noch nicht nach Soest.

Alexander Thelen ist seit fünf Jahren der Expansionsleiter bei Norma und hat zusammen mit Detlev Schönberger, dem Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, das ungewöhnliche Projekt eingefädelt.

Denn Norma wird in Soest nicht nur einen neuen, 1200 Quadratmeter großen Lebensmittelmarkt auf dem Eckgrundstück zur Oestinghauser Straße bauen, sondern auch einen „gastronomischen Meeting-Point“ – nicht nur für die, die im Ausbildungszentrum zu tun haben oder zu Gast sind, sondern auch für alle, die hier wohnen oder einfach nur langkommen.

„Meister-Gesellen-Lounge“

Ungewöhnliche Ideen, sagt der Norma-Manager im Gespräch mit dem Anzeiger, kommen in seinem Haus schon mal vor. Im Nürnberger Markt etwa habe man noch eine Kita mit eingebaut, bei gutem Wetter spielen die Kleinen auf der Dachterrasse hoch über der Stadt.

Eine solche Kombi mit Handwerkern wie in Soest sei aber selbst für Norma neu. „Das haben wir in der Art noch nicht gehabt“, so Thelen. Wobei „die größte Herausforderung“ in Soest eine ganz andere war: Die Handwerker wollen ihr ein Hektar großes Grundstück direkt am Kreisel nicht verkaufen, sondern nur verpachten. „Alles andere war für unsere Mitglieder nicht vermittelbar“, so Schönberger.

Ohnehin wolle man das Vorhaben, auch wenn es Norma gehört, gemeinsam angehen. Das Gastro-Zentrum soll zum Treff für Innungsveranstaltungen, Lehrgänge und Prüfungen werden, soll mit Bildschirmen und Meisterbriefen an der Wand viel über die Zünfte informieren. Die 300 bis 400 Mitarbeiter, Auszubildenden und Gäste sollen sich in dem Zentrum in den Mittagspausen und bei anderen Gelegenheiten wohlfühlen.

Einen ersten Arbeitsnamen dafür gibt es: „Meister-Gesellen-Lounge“.

Den Notarvertrag haben beide Seiten vor wenigen Tagen unterzeichnet. Jetzt müssen Architekten-Entwürfe für den Markt und die „Lounge“, die mit der Stadt abgesprochen und am Ende von ihr genehmigt werden müssen.

Das könnte gut ein Jahr dauern, sagt Thelen, schließlich stellt sich nach der Wahl die Politik gerade personell neu auf. Läuft alles glatt, könnte Anfang 2022 tatsächlich mit dem Bau der beiden großen Gebäude begonnen werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare