Nicht alle können sich Raum in sanierter Kaserne leisten

Was kostet die Kaserne? Olaf Steinbicker, Eckhard Ruthemeyer und Ferdinand Griewel legten erstmals Zahlen vor.

SOEST ▪ Kann sich die Stadt die millionenschwere Sanierung der Adam-Kaserne leisten? Bislang gab es ausschließlich Spekulationen zu dieser Frage, jetzt liegen Zahlen auf dem Tisch.

Die wichtigste: Die Stadt müsste trotz erheblicher Landeszuschüsse fortan jedes Jahr rund eine halbe Million Euro aus eigener Tasche für das Vorhaben dazubuttern.

Bürgermeister Dr. Eckhard Ruthemeyer, der zusammen mit Wirtschaftsförderer Ferdinand Griewel und Bau-Abteilungsleiter Olaf Steinbicker das Zahlenwerk gestern vorstellte, spricht von einem „positiven Zwischenergebnis“. Die Belastungen für die Stadt Soest seien „haushaltsmäßig tragfähig“, die Chancen für die Volkswirtschaft und die Stadtentwicklung überaus groß.

Wie erwartet, verschlingt die Sanierung der sieben alten Militärblocks im östlichen Teil der Kaserne den größten Batzen. Zu den dafür benötigten 25 Millionen Euro kommen elf weitere Millionen für den Kauf der alten Kaserne, für Straßen- und Kanalbau, Abbruchkosten und Grünflächen.

Für den dicksten Batzen – die Sanierung der unter Denkmalschutz stehen Blocks – winkt das Land mit einer 80-Prozent-Förderung. Voraussetzung dafür ist eine erfolgreiche Bewerbung bei der Regionale 2013.

Über den städtebaulichen Wert und auch über das Konzept, hier künftig Museen, Galerien, Sportstätten, Künstler-Ateliers sowie Volkshochschule und die Archive von Stadt und Kreis einzuquartieren, gibt es keinen Streit. Leisten können es sich offenbar nicht alle Vereine und Kunstschaffende, die hier einziehen wollen. Sie müssen mit Kaltmieten von 2,80 bis 4 Euro rechnen. „Viel zu viel“, „unbezahlbar“, haben die ersten Vereine der Stadt bereits signalisiert, als sie ihnen die Rechnung jetzt aufmachte.

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