Tim Neumann hatte Situation an Kitas und Schulen verurteilt

Stadt Soest reagiert auf Kritik an "gefährlichen Elterntaxis" 

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Mit selber gemalten Plakaten und Parkverbotsschildern hatten die Kinder der Patrokli-Schule im vergangenen Jahr auf die Situation an ihrer Schule aufmerksam gemacht

Soest – Großes Auto gegen kleines Kind – wer da bei einem Aufprall das Nachsehen hat, ist klar. Umso gefährlicher sind immer wieder die Situationen vor vielen Soester Kitas oder Schulen, wenn Eltern dort ihre Kinder bis unmittelbar an die Eingangstüren kutschieren und es dann extrem unübersichtlich wird. Der Soester Tim Neumann hatte das gegenüber dem Anzeiger kritisiert und auf mehrere Beispiele und eigene Erfahrungen verwiesen. Auf einige dieser Beispiele ging der Sprecher der Stadtverwaltung, Thorsten Bottin, nach Rücksprache mit den von Neumann genannten Kitas und einer Schule ein. 

So sei die von Neumann kritisierte Regelung an der Christian-Rohlfs-Realschule, wo Lehrer ihre Autos auf einem Teil des Pausenhofes parken, in Absprache mit und auf ausdrücklichen Wunsch der Schule getroffen worden. Dabei werde allerdings darauf geachtet, dass sich Autos und Schüler nicht in die Quere kommen. 

So nutzten die Schüler den Pausenhof im rückwärtigen Bereich der Schule zwischen den Schulstunden, fernab der geparkten Autos. Und die Lehrer bewegten ihre Fahrzeuge nicht, wenn die Schüler nach Schulschluss das Gelände verließen. 

Kritisiert hatte Neumann auch die Verkehrsführung an der Kita am Wiesengraben, wo nach der Erschließung eines angrenzenden Baugebietes deutlich mehr Fahrzeuge zu erwarten sind – mit einer entsprechend erhöhten Gefährdung der Kinder. In Absprache mit der Kita, so Bottin, seien dort geeignete Maßnahmen realisiert worden, um die vorbeifahrenden Autos anzuhalten, möglichst langsam zu fahren. Dazu gehörten sowohl eine Verengung der Fahrbahn als auch der Einbau einer Schwelle. 

Was den neuen Martin-Luther-Kindergarten am Schwarzen Weg betrifft, habe die Stadt keine Anhaltspunkte dafür, dass dort „gerast“ werde, erklärte Bottin. Grundsätzlich sei allerdings die Polizei dafür zuständig, Kontrollen durchzuführen, um die Einhaltung von Tempo 30 in diesem Bereich zu überprüfen. 

Übrigens: Dort ist keine einzige der Soester Schulen als Unfallschwerpunkt bekannt.

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