Neujahrsempfang im Blauen Saal

So begrüßt Soest neue und verdiente Bürger

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Mechtild Brand (zweite von rechts) und Karl Duling nahmen gestern die Soester Ehrenplakette entgegen.

Soest – Wer in Soest lebt, der mag den besonderen Charme der Stadt mit ihrer historischen Kulisse. Er schätzt die kurzen Wege, die verwinkelten Gässchen und die idyllischen Plätze. So geht es auch den Neubürgern, die kürzlich in die gerade fertiggestellten Wohnungen des früheren Kolping-Komlexes gezogen sind und die  beim Empfang der Stadt erzählten, wie gut sie es in Soest angetroffen haben.

Beim offiziellen Termin im noch jungen Jahr füllte sich der Blaue Saal des Rathauses. „Ein schönes Bild“, meinte Jochen Gottwald, den viele Soester noch aus seiner Zeit als „singender Stadtgärtner“ kennen. Lange hat der Unterhaltungsmusiker und Produzent in Hamm gewohnt, nach dem Tod seiner geliebten Frau Moni ist er in die alte Heimat zurückgekehrt. Soest, so sagte der 79-Jährige gestern, habe er durch Besuche ohnehin immer fest die Treue gehalten.

Sigrid und Werner Wobst haben Möhnesee verlassen, Heidrun und Gerhard Schulz zur Wiesch sind von Lippetal nach Soest übergesiedelt. Hier sind sie mitten im Geschehen – Patroklidom, Petrikirche, Maria zur Wiese, Großer Teich liegen direkt vor der Haustür, das gefällt den Eheleuten. Bürgermeister Dr. Eckhard Ruthemeyer, Bördekönigin Vivian Radkau und Jägerken Till Heemann hießen sie und viele andere Einwohner Feundlich willkommen.

 Kurz darauf, bei der Übergabe der Ehren-Plakette, erfuhren sie, was, so der Rathaus-Chef, das Wichtigste in dieser Stadt sei, nämlich „Menschen, die sich für andere einsetzen, dadurch entsteht Gemeinschaft“. Dank hörte Karl Duling – ein Vorbild dafür, wie es gelingt, durch bürgerschaftliches Engagement schnell in Soest „anzukommen“.

Neujahrsempfang  der Stadt Soest im Blauen Saal

Hohe Anerkennung auch für Mechtild Brand, die sich seit Jahrzehnten der Aufarbeitung der regionalen Geschichte im Nationalsozialismus widmet, das Unrecht der Vergangenheit beleuchtet und den Opfern in Gegenwart und Zukunft eine Stimme gibt. Ihr sei es wichtig, betonte sie gestern, den Blick immer auf die Menschen und ihr Schicksale zu richten. Mit lang anhaltendem Applaus würdigten die Soester die beiden verdienten Mitbürger.

Bürgermeister Eckhard Ruthemeyer hatte zuvor erwähnt, was im vorigen Jahr erreicht wurde und was in den nächste Monaten anstehen wird. „Wir geben unser Bestes, machen aber nicht immer alles richtig“, stellte er resümierend fest, „ich würde mich freuen, wenn Sie nicht nur auf das eine Prozent an Fehlern achten, sondern auf die 99 Prozent, die gut laufen.“

 Frederik Bevc und Katharina Kämpf hörten aufmerksam zu und sahen sich um. Sie lernten ihren neuen Lebensmittelpunkt gestern noch ein bisschen besser kennen. Die zwei berichteten, warum sie sich für Soest entschieden haben. Gemeinsam seien sie auf die Suche gegangen, einen passenden Ort für sich zu finden, erläuterte Frederic Bevc, der aus Marburg kommt und nach dem Studium eine Ausbildung in der Krankenpflege absolviert. „Wir haben uns auch andernorts in der Umgebung umgeschaut, fügte er hinzu, „da war meine Freundin schon Feuer und Flamme.“ Der Funke schlug gänzlich über, als sie Soest sahen. Da stand für sie fest: Hier bleiben wir.

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