Neuer Soester Stadtrat: So voll und bunt wie nie zuvor

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Am 15. Juni liefern sie sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen: Bürgermeister-Kandidaten Ruthemeyer und Maibaum.

SOEST - Das war die Wahl für Nachtschwärmer. Erst nach Mitternacht stand im Soester Rathaus fest: Bürgermeister Eckhard Ruthemeyer muss sich am 15. Juni einer Stichwahl gegen Herausforderer Roland Maibaum stellen. Dem Amtsinhaber fehlten am Ende 25 Stimmen für den „Durchmarsch“.

Die herbsten Einbußen bei den Stadtratwahlen mussten CDU (minus 4,9 Prozentpunkte) und die FDP (minus 4,7) wegstecken. Immerhin stellen die Christdemokraten auch künftig noch die stärkste Fraktion. Die SPD erholte sich etwas von der historischen Schlappe 2009. Neu im Stadtrat sind „Junges Soest“, Piraten und Alternative für Deutschland.

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Nun ist es amtlich: Der neue Soester Stadtrat wird so bunt und so groß wie nie zuvor. Zehn Parteien werden künftig um Aufmerksamkeit und für ihre Ideen werben. Im Stadtparlament sitzen 50 Vertreter, zwei mehr als bislang.

SPD siegte in zwei Wahlbezirken

Dabei war schon der alte Rat gleichsam überfüllt. Denn nach der Einwohnerzahl steht Soest eigentlich nur ein Stadtrat mit 38 Mandaten zu. Weil aber die CDU 2009 alle Direktmandate gewann, aber „nur“ knapp 40 Prozent der Stimmen holte, mussten die anderen Parteien mit sogenannten Überhangmandaten aufgepeppelt werden.

Dieser Trend hat sich am Sonntag sogar noch verstärkt. Die CDU siegte erneut in 17 der 19 Wahlbezirker. Immerhin gelang es diesmal den Sozialdemokraten, zumindest zwei Wahlbezirke für sich entscheiden zu können: Hans Heinrich Olmer reichten im Wahlbezirk 1 (Patroklischule 26,4 Prozent für den Sieg, Bernd Michel im Wahlbezirk 15 (Bruno-Gemeinde) 30 Prozent.

Der Wahl-Sonntag in Soest:

Der große Wahl-Sonntag in Soest

Unterm Strich konnte die SPD um 3,3 Prozentpunkte zulegen und ist fortan mit 13 Abgeordneten im Ratssaal (bisher: elf) vertreten.

Die Bürgergemeinschaft zählt in Soest, aberv auch in vielen anderen Stadt- und Gemeinderäten des Kreises, zu den Verlieren. In Soest schmolz der Stimmenanteil von 9,6 auf 6,9 Prozent. Statt bislang mit fünf Sitzen muss sich die BG nun mit dreien begnügen.

Die Grünen behalten ihre vier Mandate, ihr Stimmenanteil sackte nur geringfügig weg.

Nur jeder Zweite ging zur Wahl

Leicht verbessert hat sich die SO-Partei, die einen knappenm Prozentpunkt zulegen konnte. Der Lohn: Der vierte Sessel im Stadtrat.

Nach 2004 muss sich Bürgermeister Eckhard Ruthemeyer (CDU) erneut in eine Stichwahl begeben. Zwar hängte er seine vier Mitbewerber klar ab, doch er verpasste um 0,13 Prozent (25 Stimmen) die absolute Mehrheit.

SPD-Herausforderer Roland Maibaum sammelte 35 Prozent ein. Die Resultate der anderen Bewerber, die nicht mehr in die Stichwahl kommen: Willy Fischer (SO-Partei) 8,5 Prozent, Winfried Hagenkötter (Linke) 3,7 Prozent und Sven Sladek (Piraten) 3 Prozent.

Die Wahlbeteiligung blieb gegenüber 2009 nahezu unverändert: Nur jeder zweite Wähler (exakt 50,3 Prozent) stimmte mit ab.

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