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Kita Lülingsöhrchen öffnet ihre Pforten

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Von: Heyke Köppelmann

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Die Kita Lülingsöhrchen im Soester Westen lädt zum Entdecken ein. © Dahm

Soest – Junge Familien mögen Soest. Das zeigt sich an der regen Bauaktivität mit dem Ziel, mehr Platz für die Kleinen zu schaffen. Im Soester Westen öffnete nun die Kita „Lülingsöhrchen“, 55 Kinder von zwei Jahren bis zum Schulalter zogen gerade erst ein.

Während die jungen Entdecker, Forscher und Detektive – so die Namen der Gruppen, die an den Türen stehen – das neue Haus erkunden und für sich erobern, entsteht im Soester Norden bereits der nächste Kindergarten, im Juli erfolgte der erste Spatenstich, nächstes Jahr Sommer soll alles fertig sein. In Deiringsen wurde Anfang dieser Woche Richtfest am Anbau gefeiert.

 Im „Lülingsöhrchen“ hängen seit einigen Tagen bereits die ersten bunten Zeichnungen der Kinder an den Wänden, in der Galerie im offenen, hellen Eingangsbereich findet die Bilderreihe viel Aufmerksamkeit.

 „Wir wollen eine Wohlfühl-Atmosphäre und einen Ort der Begegnung schaffen“, sagt Andrea Kruckenbaum, Geschäftsführerin des Soester Entwicklungsnetzes (SEN) als Träger der Einrichtung. Mit Leiterin Susanne Hölscher-Wiendl macht sie deutlich, was in der täglichen pädagogischen Arbeit im Mittelpunkt steht: „Das Schönste, was wir erleben, ist die Gemeinschaft.“

 Susanne Hölscher-Wiendl freut sich über den gelungenen Start – auch unter den besonderen Corona-Bedingungen. „Wir haben tolle Kinder“, betont sie, „und alle haben sich bereits gut eingelebt.“ Dass gleich zu Anfang alles glatt lief, führt sie auch auf die verlässliche Unterstützung durch die Eltern zurück. Die dreigruppige Einrichtung ist auf 65 Kinder ausgerichtet, zwölf Plätze sind Kindern unter drei Jahren vorbehalten. Der Bedarf ist groß, das stellte die SEN bereits fest, als die Handwerker den Rohbau hochzogen. 

Schon zu diesem Zeitpunkt meldeten die Eltern ihre Kinder an, berichtet Andrea Kruckenbaum. Das „Lülingsöhrchen“ bietet feste Gruppen und Ansprechpartner. „In der altersgemischten Gruppenstruktur sehen wir alle Voraussetzungen für soziales Lernen“, so die Geschäftsführerin. Sie ist begeistert vom Standort: Das Haus liegt im Grünen, vor den Fenstern erstreckt sich der Park des Klinikums mit seinem Baumbestand, auch die Feldflur liegt in der Nähe. Der Neubau ist inzwischen fest in Kinderhand. Die Sprösslinge spielen, malen, basteln sich ihre eigene Welt, konstruieren, probieren aus, versuchen es von vorn. Dafür stehen ihnen unter anderem ein Atelier sowie Bereiche zum Bauen und Experimentieren zur Verfügung. Wer den Kindergarten betritt, geht an einem liebevoll beschrifteten Bild vorbei: „In diesem Haus wird gelebt, geben wir eine zweite Chance, sagen wir Bitte und Danke, haben wir Spaß, werden Fehler gemacht und verziehen, ist es mal laut und mal leise, geben wir unser Bestes, wird getanzt und gelacht, ist es bunt und lustig, sind wir eine Gemeinschaft.“

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