Neuer Aldi im Soester Norden nimmt die nächste Hürde

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Asphalt und Blech, so sieht es heute vor der Tür beim Aldi am Bergenring aus. Demnächst mit dem Neubau sollen ein Dutzend Bäume auf den Parkplatz.

Soest - Es läuft gerade glatt für Aldi. Während andernorts schon mal heftig gerungen wird, ob das sein muss, einen bestehenden Lebensmittel-Discounter abzureißen und in doppelter Größe wieder aufzubauen, nimmt das Projekt am Bergenring im Norden anscheinend mühelos Hürde für Hürde.

„Alle Bedenken sind ausgeräumt“, ließ Architektin Doris Vielhaber kürzlich den Stadtentwicklungsausschuss wissen; und der benötigte nur wenige Minuten Debatte, die Neubaupläne zu verabschieden. Selbst Nachbarschaft und Öffentlichkeit können offensichtlich gut damit leben, dass sich Aldi kräftig ausweitet. 

Womöglich freuen sich auch viele Kunden darauf. Denn der Discounter hat es erst kürzlich in Welver und Oestinghausen vorgemacht, wie er sich seine „neue“ Filialen so vorstellt, um Standort für Standort mit dem neuen Konzept alte Stärke zurückzugewinnen. 

Mit Solaranlage auf dem Dach

Der Kunde schiebt sich und seinen Einkaufswagen nicht mehr an scheinbar endlosen Regelwänden entlang, sondern trifft auf quergestellte Auslagen; an den Rändern baumeln Gondelköpfe mit Wein und Bio-Produkten. 35 mal 80 Meter wird die neue Verkaufsstätte an der Ecke Katroper Weg / Bergenring groß. 

Nicht nur der Laden selber soll innen wie außen moderner erscheinen, mit einer großen Solaranlage auf dem Dach. Auch die großen Asphaltflächen vor der Tür sollen für Beete und Bäume ein wenig aufgebrochen werden. Manche Politiker im Ausschuss hätten sich womöglich noch mehr gewünscht. 

Ein Baum für fünf Parkplätze

Doch Planungschef Olaf Steinbicker ist froh, dass es nicht nur Absichtserklärungen des Bauherren gibt, sondern dass verbindliche Vorgaben in die Baugenehmigung geschrieben werden sollen: „Pro fünf Parkplätze einen Baum – das ist später dann auch kontrollierbar.“ 

Aldi baut am Bergenring übrigens nicht selber, sondern lässt bauen und wird danach mieten. Wie heute schon. Der Discounter im Norden und seine drei Brüder im Westen, Süden und Osten der Stadt unterliegen bei ihrem Sortiment klaren Vorgaben. Lebensmittel und ein paar weitere Waren des täglichen Gebrauchs sind okay. Alles aber, was womöglich Fachgeschäften in der Altstadt Konkurrenz beschert, muss außen vor bleiben. Immerhin: Ein Bäcker neben dem neuen Discounter und womöglich ein Café gehen in Ordnung.

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