Neue Klinik-Zufahrt liegt auf Eis

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Die Verkehrssituation am Lülingsohr: An dieser Stelle geht es teils sehr wild zu.

Soest – Alles hängt oft von allem ab. So auch nun beim täglichen Verkehrschaos am Lülingsohr, also an der Zufahrt vom Senator-Schwartz-Ring zum Klinikum.

Das Nadelöhr sollte spätestens im kommenden Jahr geweitet werden, wenn die neue Kita hier in Betrieb geht und zusätzlichen Verkehr zieht. Doch das wird nun nichts. „Wir warten jetzt erst einmal ab, was aus dem Klinikum wird“, sagt Matthias Abel, der Technische Beigeordnete im Soester Rathaus.

Die entscheidenden Fragen seien nicht beantwortet: Kommt es zur Fusion mit dem Marienkrankenhaus? Wie sieht – für diesen Fall – das neue Krankenhaus im Westen aus? Wo entstehen neue Parkplätze? Wo fließt künftig der Verkehr? So lange das alles nicht geklärt ist, wäre der Umbau der Einmündung am Lülingsohr zu einem leistungsfähigen Kreisverkehr womöglich rausgeworfenes Geld. Die Kreisel-Variante war bereits vor Jahresfrist ins Spiel gebracht worden. Vorsorglich sollte ein Gutachter sich die Situation ansehen und gute Vorschläge liefern; die 50 000 Euro für den Experten-Entwurf waren bereits im Haushalt für dieses Jahr eingepreist.

Doch die ungewisse Klinik-Zukunft hat die Pläne über den Haufen geworfen. Abel: „Wir müssen alles neu überdenken.“ Damit aber ab Sommer 2020 nicht der Verkehr zusammenbricht, wenn die Kita mit ihren 75 Kiddies an den Start geht, die größtenteils von ihren Eltern täglich vorgefahren werden, soll eine Behelfslösung her. Eine Extra-Spur für die ausfahrenden Linksabbieger ist im Gespräch. Unsere Fotografin hat sich vor Monaten schon einmal nur ein paar Minuten vor dem Klinikum am Senator-Schwartz-Ring aufgehalten – und prompt zwei brenzlige Beinahe-Unfälle fotografiert. Die spontane Beobachtung ist symptomatisch: An der Zufahrt zum Krankenhaus über die Straße Lülingsohr geht es wild zu.

Dazu hat auch ein merkwürdiges und in Soest einmaliges Schild beigetragen. Das riet Radfahrern, die vom Klinikum oder aus der Wohnsiedlung am Lülingsohr kommen, die Straße einfach diagonal zu überqueren. Das hat sich dermaßen verselbstständigt, dass Radfahrer auch auf dem Senator-Schwartz-Ring mittlerweile kreuz und quer den Knoten passieren. Immerhin: Das „wirre“ Schild hat die Stadt kürzlich abschrauben lassen.

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