Nasen triefen, Augen brennen: Pollenflug sogar im Dezember

Kirschblüten im Dezember.

Soest - Oberarzt Hansjörg Schulze hat viele Jahre die wöchentlichen Pollenberichte geschrieben und somit die Allergiker und anderen Interessierten auf dem Laufenden gehalten. Doch im Dezember musste der Mediziner noch nie in die Tasten hauen. Anders in diesem Jahr.

Es grünt und blüht, die Nasen triefen, manches Auge brennt.

„Der Start der Pollensaison ist immer weiter nach vorn gerutscht“, erläutert Schulze. Schwirrten sonst die ersten Pollen Ende Januar durch die Luft und in die Falle auf dem Dach des Marienkrankenhauses, ist dies nun bereits im Dezember der Fall.

Sowohl Hasel- als auch Erlenpollen hat das Krankenhaus-Team auf den Klebestreifen und unter dem Mikroskop diese Woche entdeckt. Mit ein bis zwei Pollen pro Kubikmeter Luft hält sich die Belastung zum Glück noch in Grenzen und dürfte nur höchst Sensiblen zusetzen.

Die gute Nachricht für die Geplagten: Sollten Niesreiz, trockener Husten, Schnupfen und besagtes Jucken in Augen und Nasen tatsächlich auf die Frühblüher zurückzuführen sein, steht in Kürze Erleichterung an. „Es wird knackig kalt“, sagt Schulze (Foto). Und damit beginnt die Schonzeit für die Geplagten. Denn Kälte und Frost sind nun wahrlich nichts für die Vegetation von Büschen und Bäumen.

So dürfte auch die Freude bei Heidi Klostermeyer über ihren leuchtend gelb blühenden Zaubernuss-Strauch nur wenige Tage anhalten. „Vor 45 Jahren ist der gepflanzt worden“, sagt die Soesterin, „im Dezember aber hat der noch nie geblüht.“

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