Verkehrssituation nicht bedacht?

Nachbarn kritisieren Bauplanung für das Hospiz

Die jetzige Planung für das Hospiz weiche völlig von den zunächst vorgestellten Entwürfen ab, das ist ein Kritikpunkt von Hildegard und Dieter Pankauke sowie Klaus Eifler als direkte Nachbarn. Sie stören sich unter anderem an der Lage der Parkplätze. -  Foto: Dahm

Soest – Anwohner des Regenhertzweges sprechen Klartext. Als direkte Nachbarn sind sie nicht einverstanden mit der aktuellen Bauplanung für das Hospiz auf dem Gelände des Perthes-Zentrums.

Kritisch sehen sie insbesondere die Verkehrssituation. So seien die Parkplätze nach dem derzeitigen Stand so ausgerichtet, dass sich die Fahrzeuge vor den angrenzenden Gärten und Terrassen bewegen. Das sei nicht akzeptabel.

Deshalb lautet eine der Fragen, die die Familien Eifler, Pankauke und Schmidt stellen: „Die hierdurch entstehende Abgas- und Lärmbelastung sollen wir ohne jedweden Kommentar hinnehmen?“ Schon bei einer ersten Information durch die Träger des Hauses hätten sie auf die Probleme, die sie sehen, hingewiesen, betonten Klaus Eifler sowie Hildegard und Dieter Pankauke gestern beim Gespräch vor Ort. Damals sei das Versprechen gegeben worden, alles im Interesse eines guten, einvernehmlichen Miteinanders zu regeln. Aber genau das Gegenteil sei nun eingetreten. Was jetzt auf Papier vorliege, weiche zudem vom ursprünglich vorgestellten Projekt-Entwurf ab.

Die Anwohner schildern ihre Sorgen in einem mehrseitigen Brief, den sie unter anderem an den Bürgermeister und die Politiker im Rat schicken: „Bitte verstehen Sie uns nicht falsch, wir wollen das Hospiz nicht verhindern!“, sagen sie. Sehr wohl sei es ihnen aber wichtig, ihr Unbehagen darzustellen. Dabei geht es ihnen auch um die Oberflächenentwässerung, die jetzt schon bei Starkregen ihre Grenzen erreiche. In der Vergangenheit sei es mehrmals vorgekommen, dass die Grundstücke unter Wasser standen, die Fluten sogar in den Keller drangen.

Der Danziger Ring sei beim Ausbau im Niveau angehoben worden, nun bilde sich ein Becken direkt vor ihren Türen, so die Anwohner. Mit dem neuen Komplex auf der bisherigen Grünanlage sei mit erheblich größeren Überschwemmungen zu rechnen. Der deutliche Appell: „Hier muss im Vorfeld gehandelt werden.“ „Wir haben als Bürger das Recht, dass bei Bauvorhaben auf unsere Gesundheit Rücksicht genommen wird“, heben die Briefschreiber hervor. Im Verfahren müssten Alternativen geprüft werden. So gebe es etwa die Möglichkeit, an den vorhandenen Werkräumen Flächen für die Autos zu schaffen. Von einer „wunderbaren Parklandschaft“ für die Gäste des Hospizes möchten die Nachbarn in dieser Umgebung nicht sprechen: „Einzig sichtbares Grün sind unsere Gärten und die werden dann mit Umweltbelastungen geschädigt und mit Zufahrtswegen und Parkplätzen verbaut.“

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