Nach Massenschlägerei Teams dauerhaft gesperrt

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Polizeibeamte vernehmen Spieler, Organisatoren und Zuschauer. Die Schläger haben sich bereits aus dem Staub gemacht. Danach ging das Turnier weiter..

Soest - Eine Massenschlägerei hat am Samstag das Fußballturnier des Internationalen Freundeskreises Soest überschattet. Dabei wurde ein Spieler verletzt ins Krankenhaus gebracht. Der Veranstalter hat inzwischen erste Konsequenzen gezogen und will die an der Prügelei beteiligten zwei Teams nicht mehr einladen.

Ansonsten soll mit etwas Abstand das Geschehen noch einmal in Ruhe aufgearbeitet werden, sagte Mitorganisator Mehmet Tavus gegenüber dem Anzeiger.

Bis zu der entscheidenden Szene „war es ein außerordentlich faires Turnier“, sagte Tavus. Doch dann kam es in der Partie Albanien gegen das „Team International“ zu einem groben Foul. „Es entwickelte sich ein Handgemende, nach ein paar Minuten war alles geregelt“, so schildert es Tavus, so berichten es auch Zuschauer.

Die Turnierleitung zog Konsequenzen und schloss beide Mannschaften vom weiteren Turniergeschehen aus. „Es sah so aus, als ob sie das akzeptierten“, so Tavus. Eine halbe Stunde herrschte Ruhe auf dem Spielfeld des Archigymnasiums und auch am Rand, wo etwa 200 Zuschauer das Turnier mit den verbleibenden sieben Teams verfolgten. Doch dann brach unter den Spielern eine handfeste Schlägerei aus.

„Das kam wie ein Blitz aus heiterem Himmel“, berichten Beobachter. Die Attacken zogen sich an verschiedenen Stellen durch Spieler- und Zuschauergruppen. Die Angaben, wie viele tatsächlich mitgeprügelt haben, schwanken zwischen 15 und über 30.

Dabei ist ein Spieler erheblich verletzt worden. Er musste mit Verdacht auf Gehirnerschütterung und Prellungen der Wirbelsäule ins Krankenhaus gebracht werden und wird dort stationär behandelt.

Die Turnierleitung rief nicht nur den Notarzt, sondern auch die Polizei. Als die Streifenwagen vorfuhren, hatten sich die Schläger schon aus dem Staub gemacht. Die Beamten befragten Zuschsauer und Spieler, um sich ein erstes Bild von der Lage zu machen und sich die Namen der Verdächtigen zu notieren.

Die Veranstalter zeigen sich indes enttäuscht, dass eine Szene ihr Turnier gekippt hat. „Schließlich wollen wir mit der Veranstaltung ja genau das Gegenteil bewirken und zum Miteinander der Kulturen in Soest beitragen“, sagt Tavus.

Zwölfmal sei das in den vergangenen Jahren bei den Turnieren bestens gelungen; nie zuvor habe es einen solch gravierenden Zwischenfall gegeben. 

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