Nach dem Großbrand: Schaden an Soester Papier-Halle hält sich in Grenzen

+
Stundenlang kämpfte die Soester Feuerwehr am Dienstag gegen die brennenden Papierberge an.

Soest – Hinweise auf Brandstiftung hat die Kriminalpolizei nicht. Aber warum sich das Altpapier bei der Firma Börde-Recycling im Soester Gewerbegebiet Südost am Dienstagmorgen entzündet hat, vermag der Sachverständige der Polizei auch nicht zu sagen.

So bleibt vermutlich ein für allemal ungeklärt, was genau den Großbrand ausgelöst hat, der vorgestern über Stunden 120 Feuerwehrleute aus der Stadt und den Nachbarorten in Atem gehalten.

„Der materielle Schaden“, sagt Geschäftsführer Jürgen Schrewe, „hält sich in Grenzen.“ Die Lagerhalle weise keine größeren Beschädigungen auf, auch die Papierpresse und andere Geräte seien nicht in Mitleidenschaft gezogen worden.

 Die Mitarbeiter an der Presse, die das Feuer als erste bemerkt, selber mit dem Löschen begonnen und die Feuerwehr gerufen hatten, sind allesamt unverletzt geblieben.

Börde Recycling ist nach Auskunft Schewes eine gemeinsame Tochter der kreiseigenen Entsorgungs-Gesellschaft ESG und der privaten Entsorger-Firma Veolia. Das Unternehmen arbeitet Altpapier und Kartonagen auf, presst sie zu festen Ballen und liefert brauchbares Material an die Papierindustrie.

Weniger geeignete, womöglich mit Kunststoffen versetzte Papierabfälle gehen als Brennstoff in Produktionsstätten mit großem Energiebedarf: also zum Beispiel in Zementwerke oder in Kraftwerke, die mit Papier, Altholz oder auch Bioabfällen Energie erzeugen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare