Müll verstopft immer wieder städtisches Kanalnetz

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Auf dem Bild ist eine Pumpe mit Ansaugbereich zu sehen, die ausgebaut wurde und nun gereinigt wird. Die Putzaufnehmer hängen noch aus dem Ansaugbereich heraus, reichen aber bis in die Pumpe hinein und blockieren sie.

SOEST - Mit Problemen, die leicht vermeidbar wären, schlagen sich die Soester Stadtwerke herum: Weil immer wieder ausrangierte Haushaltsgegenstände und sogar gefährliche Stoffe ins Kanalnetz entsorgt werden, verstopfen Pumpen und entstehen giftige und sogar explosive Gase.

Was einigen Schmutzfinken im Stadtgebiet aus den Augen ist, das ist den Stadtwerken noch lange nicht aus dem Sinn: Kunden, die Toiletten und Spülbecken oder andere Abläufe im Haushalt mit Müllhalden verwechseln, verursachen immer wieder mindestens Verstopfungen von Kanälen und Blockaden von Pumpen, im schlimmsten Falle aber auch Gase, die Mitarbeitern der Stadtwerke gefährlich werden können.

Die Top Ten

1. elastische Binden

2. Stützstrümpfe

3. Babywindeln

4. Aufnehmer und Wischlappen

5. Holzschnittreste

6. Frittierfett

7. Rasenschnitt

8. Katzenstreu

9. Farben und Verdünner

10. Essensreste

„Wir haben in den letzten Tagen und Wochen leider immer wieder solche Probleme gehabt“, ärgert sich Axel Funke, zuständiger Bereichsleiter bei den Stadtwerken. Er könnte ein ganzes Kuriositätenkabinett mit entsorgten Dingen füllen, die nichts im Kanalnetz verloren haben, sondern in den Hausmüll gehören oder sogar als Sondermüll entsorgt werden müssten. Unrühmliche „Klassiker“ sind elastische Binden und Stützstrümpfe, Wischlappen und Windeln.

In den „Top Ten“ (siehe Infokasten), die Kanalmeister Thomas Schmidt nach mehr als 16 Dienstjahren aufgestellt hat, finden sich aber noch viele andere Utensilien, die teilweise „Raritäten“ sind, teilweise aber auch in unschöner Regelmäßigkeit gefunden werden.

Regelrecht gefährlich, weil gesundheitsschädlich, können den mit der Wartung des Kanalnetzes beauftragten Mitarbeitern der Stadtwerke die Gase werden, die zum Beispiel durch Farben und Verdünnungsmittel verursacht werden, die in die Kanalisation „entsorgt“ werden.

Im schlimmsten Fall kann es sogar zur Bildung explosiver Gemische in den Rohren führen.

Das kann für die Verursacher zwar nicht annähernd so gefährlich, dafür aber ganz schön teuer werden: Wenn sie ermittelt werden können, werden ihnen die entstandenen Kosten in Rechnung gestellt.

Dabei wäre das alles schon „mit ein wenig Besonnenheit“ zu verhindern: Was in die Kanalisation gespült werden darf und was nicht, das kann entweder mit dem Gebrauch des gesunden Menschenverstandes oder einer Rückfrage bei den Stadtwerken (Telefon 02921/392-0) geklärt werden. - kim

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