Eigene Behälter beim Einkaufen sind möglich

+
In Cafés können Besucher meistens ihre eigenen Becher befüllen lassen.

Kreis Soest – Weniger Verpackungen sind ein Plus für die Umwelt: Immer mehr Kunden nehmen diesen Grundsatz ernst und nehmen deshalb eigene Behältnisse zum Abpacken frischer Waren in den Supermarkt mit.

An der Brot-, Käse- und Wursttheke ist jedoch noch oft Schluss mit den guten Vorsätzen. Denn die Hygienevorschriften beim Verkauf loser Frischwaren sind streng. So ist das Herüberreichen von mitgebrachten Boxen und Beuteln über die Theke meist tabu, weil Käufer nicht garantieren können, dass die eigenen Behältnisse immer astrein sauber sind.

„Gemäß dem Motto ‚Der beste Verpackungsmüll ist der, der gar nicht erst entsteht‘ sind pfiffige Mittel und Testversuche von Anbietern auf dem Vormarsch, die die verpackungsarmen Kundenwünsche berücksichtigen“, erklärt Heike Herzig von der Verbraucherzentrale in Soest. Sie listet einige vorbildliche Praktiken auf, die zum Nach- und Mitmachen in puncto Abbau von Verpackungen animieren.

Absolute Hygiene: Rechtlich können Kunden nicht darauf pochen, dass eigene Behältnisse mit den von ihnen gewünschten Waren befüllt werden. Bieten Supermärkte und Lebensmittelgeschäfte dennoch einen solchen Service an, muss das Verkaufspersonal penibel darauf achten, dass benutztes Werkzeug nicht mit der mitgebrachten Verpackung in Berührung kommt.

Eigene Verpackung: Ist das Einhalten dieser Vorschriften für das Mitbringen eigener Verpackungen kein Thema, dürfen unverpackte Waren über die Theke gereicht werden. Kunden verstauen diese dann selbst in eine Box oder einen Beutel. Kunden können ihr Behältnis auch auf einem Tablett auf die Theke stellen und dort befüllen lassen.

Mehrweg: Coffee-to-go-Becher etwa werden mittlerweile in vielen Cafés und Bäckereien bereitwillig befüllt. Einige große Supermarktketten testen außerdem derzeit, wie gut eigene Mehrweg-Systeme für Verpackungen an den Bedientheken für Wurst und Käse funktionieren.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare