Morgnerhaus soll richtiges Kunstmuseum werden

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Das Atrium im Morgnerhaus soll geschlossen werden und die Sammlung Schroth aufnehmen.

SOEST - Das denkmalgeschützte Wilhelm-Morgner-Haus im Schatten des Doms soll vom kommenden Jahr an bis 2017 saniert und zu einem barrierefreien Kunstmuseum umgebaut werden. Die augenfälligste Veränderung dabei wird die „Einhausung“ des Wasserbeckens im Atrium.

Dieser neu gewonnene Raum soll die wertvolle Sammlung Schroth aufnehmen. Über diese Pläne berät als erster der Kulturausschuss am Donnerstag nächster Woche.

Der Umbau verfolgt zwei Ziele: Zum einen die Umgestaltung des über 50 Jahre alten Mehrzweckbaus in ein funktionales Kunstmuseum; zum anderen die Bindung der international renommierten Sammlung konkreter und post-minimaler Kunst von Carl-Jürgen Schroth an die Stadt Soest.

Sammlung Schroth in Soest halten

Zurzeit lagern die wertvollen Schroth-Arbeiten zum größten Teil in Köln. Der Sammler hat die Zusammenarbeit mit Soest, wo er seit einigen Jahren lebt, an Bedingungen geknüpft, um seinen Kunstwerken ein sachgerechte neues Zuhause zu schaffen. Unter anderem fordert Schroth Platz und zeitliche Freiräume für regelmäßige Ausstellungen, einen Lagerraum sowie entsprechende Werbung.

Aufzug sichert Barrierefreiheit

Seine Sammlung garantiere ihrerseits dem Kunstmuseum Morgner-Haus überregionale Aufmerksamkeit, ist Schroth sicher. Die Sammlung sei gut vernetzt und ziehe daher Ausstellungen bedeutender Künstler an.

Die Verwaltung will diese Vorteile für Soest sichern. Daher berücksicht das Umbaukonzept Schroths Interessen. Darüberhinaus soll endgültig Barrierefreiheit im Museum erreicht und ein Aufzug eingebaut werden. Außerdem sinddie Sanierung des Sanitärbereichs und die Umgestaltung des Eingangsbereichs geplant.

Zuletzt war das Wilhelm-Morgner-Haus im Jahr 2007 grundlegend saniert worden. Die Einstellung von Dr. Annette Werntze als hauptamtliche Leiterinim vergangenes Jahr war ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einem „richtigen“ Kunstmuseum. - bs

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