Kontaktverfolgung

Modellkommune Soest: so müssen sich Gäste digital registrieren

QR-Code zum Sitzplatzmanager
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Wer an welchem Tisch sitzt, soll in der Modellkommune digitalnachgehalten werden.

Eine wichtige Säule im Projekt Modellkommune soll die digitale Nachverfolgung sein. Wenn doch mal jemand später positiv auf das Coronavirus getestet wird, will man wissen: Wer hat mit wem wo gesessen? Und so soll das funktionieren.

Soest – Wie können die Städte in Zeiten der Pandemie mit Hilfe technischer Tools wieder mehr Normalität im Alltag ermöglichen? Diese Frage steht im Zentrum, wenn der Kreis Soest und die Städte Soest und Lippstadt als Corona-Modellregion unter strengen Auflagen die Probe aufs Exempel machen.

Um in die Auswahl zu kommen, mussten die Kommunen in ihrer Bewerbung beim Land mit digitalen Kompetenzen überzeugen. In Soest steht in der Praxis schwerpunktmäßig der Lebensbereich Außengastronomie im Fokus und dabei auch die vom hiesigen Start-Up SWCode entwickelte smarte Lösung zur Kontaktnachverfolgung namens „GastIdent“.

Aktuelle Zahlen zur Entwicklung der Corona-Pandemie im Kreis Soest finden Sie hier.

Modellkommune Soest: spezielle Online-Plattform

Der Kreis Soest sei vorbereitet, hieß es jetzt im Kreishaus, mit einer speziellen Online-Plattform sei es möglich, diese Daten einzulesen. Für Wirte, die mitmachen und den kostenlosen Service nutzen, bedeutet das: sich anmelden, den vorgefertigten QR-Code ausdrucken, ihn an die Tür hängen oder auf den Tisch legen.

Der Gast scannt, bevor er sich seinen Kaffee schmecken lässt, mit seinem Smartphone die Informationen aus dem grafischen Quadrat, er gibt seinen Daten wie Namen und Aufenthaltszeiten ein, die dann im Dashboard verwaltet werden. Das Prinzip lautet: „Schluss mit der Zettelwirtschaft.“

Modellkommune Soest: Schnittstelle zum Gesundheitsamt

Die Modellkommunen arbeiten mit dem Gateway IRIS als Schnittstelle zu den Gesundheitsämtern. Ziel sei es, mit der Infrastruktur in einem breiten, vielfältigen Markt auf Funktionalität und Pluralität der Angebote zu setzen, erklärte am Montag Wilhelm Müschenborn von der Pressestelle des Kreises.

Das Land stellt dieses „Werkzeug“ zur Verfügung. Das System ist so angelegt, dass die Kontakterfassungs- und Nachverfolgungs-Apps ihre Daten zentral übermitteln können. Auch die Modellkommunen sollen IRIS-kompatible Corona-Registrierungs-Apps einsetzen. Das Vorgehen ist vergleichbar mit dem elektronischen Bezahlen, auch dort gibt es mehrere Lösungen wie PayPal, Giropay oder Sofortüberweisung.

Modellkommune Soest: Mängel im Datenschutz

Der Kreistag hat sich kürzlich dafür ausgesprochen, ein geeignetes Programm als digitales Hilfsinstrument zur Kontaktnachverfolgung einzusetzen. Hinsichtlich der oft favorisierten Luca-App werden indes kritische Stimmen immer lauter. Bedenken richten sich etwa gegen vermeintliche Mängel im Datenschutz.

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