Vorbereitungen auf Hochtouren

Modellkommune: Wirte in Soest im Endspurt - Mittwoch öffnet die Außengastronomie

Glasklar: Marie-Christin Wiese freut sich darauf, endlich wieder echte Gäste im Pilgrimhaus begrüßen zu dürfen.
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Glasklar: Marie-Christin Wiese freut sich darauf, endlich wieder echte Gäste im Pilgrimhaus begrüßen zu dürfen.

 „Testen – Reservieren – Freunde treffen“: Was lange diskutiert und unter diesem Motto vorbereitet wurde, ist von Mittwoch an Wirklichkeit. Die beiden Modellkommunen Soest und Lippstadt dürfen unter strengen Auflagen ihre Außengastronomien öffnen.

Soest - Entsprechend groß ist die Freude bei Soests Wirtschaftsförderer Peter Wapelhorst. „Ich freue mich darauf, dass wir die Chance haben, ein solches Angebot durchzuführen. Es waren intensive Wochen der Vorbereitung und es ist gut, dass es jetzt losgehen kann“, so Wapelhorst am Dienstagmittag. Die Vorbereitungen seien auf der Zielgeraden, es werde nun noch im Dialog mit den Gastgebern „in gespannter Vorfreude“ an Details gefeilt. Diese Regeln gelten für Gäste.

Der Kater als Kaffeehaus: Inzwischen hat Carola Richter auch die letzte Bohne nachgefüllt, so dass dem Start am Mittwoch nichts und niemand mehr im Wege steht.

Die Soester Gastwirte verbreiten kurz vor dem großen Tag neben dieser Vorfreude nichts als Zuversicht. Das Personal? Steht Tablett bei Fuß. Die Einkäufe? Sind längst verstaut. Die Küchen? Glänzen und warten auf den Betrieb. Die Tische im Außenbereich? Sind vermessen und aufgestellt. Die Technik zur Gäste-Registrierung? Läuft.

Das fühlt sich für uns gerade ein bisschen an wie eine Neueröffnung.

Margarita Burgos, Solista

„Das fühlt sich für uns gerade ein bisschen an wie eine Neueröffnung“, meinte Margarita Burgos als Geschäftsführerin des „Solista“ im Theodor-Heuss-Park. Die 200 Plätze draußen würden gerade noch hergerichtet, ansonsten sei man gut vorbereitet auf die Gäste. „Jetzt können wir endlich wieder das machen, was wir so lieben: Unsere Gäste empfangen und verwöhnen“, zeigte sie sich voller Vorfreude. Insbesondere für das Personal, das viel zu lange in Kurzarbeit gewesen sei, sei die Vergangenheit hart gewesen. Das Schöne daran: „Wir haben keinen einzigen Mitarbeiter verloren“, so Burgos. Allzu voll werde es wegen des Wetters in den ersten Tagen aber wohl noch nicht werden. Und zudem gebe es wegen der Beschränkungen anstatt großer Gruppen viele Klein-Reservierungen. Margarita Burgos: „Aber das ist ganz egal. Wir freuen uns einfach, dass es wieder los geht.“

Modellkommune Soest: Mittwoch ist der „Kater“ ausgebucht

Die Freude teilt Hans-Jürgen Wollenhaupt als Chef im „Kater“ in der Nöttenstraße voll und ganz. Neben dem Außer-Haus-Geschäft nun endlich wieder „echte Gäste“ auf den 30 Außenplätzen begrüßen zu dürfen, darauf habe er lange sehnsüchtig gewartet. Der Mittwoch sei längst ausgebucht, in den Folgetagen gebe es aber noch Lücken für Gäste, die sich per Mail oder telefonisch anmelden könnten. Den ersten Ansturm will er noch ohne die alte Stamm-Crew bewältigen, die vor der Pandemie den Laden in Schwung hielt. Die Karte bleibe die alte und in den ersten Tagen wolle er sehen, wie sich alles entwickele. Gehe der Bedarf weiter nach oben, dann stünden die Mitarbeiter bereit, um gleich wieder anzufangen. „Wir haben alles da, um durchstarten zu können“, gab sich Wollenhaupt zuversichtlich.

Es ist alles so aufregend, fast wie eine Hochzeit.

Iris Santana-Rodriguez, Pilgrimhaus

„Es ist alles so aufregend, fast wie eine Hochzeit“, freute sich Iris Santana-Rodriguez vom Pilgrimhaus in der Jakobistraße. Nachdem sie den Betrieb Anfang letzten Jahres übernommen habe, sei das keine einfache Zeit gewesen. Umso mehr freue sie sich nun, dass in dem Traditionshaus zunächst auf den 62 Außenplätzen wieder Gäste bewirtet werden dürften. „Wir sind vorbereitet: Das gilt für die Küche, den Service, die Schutzmaßnahmen – das gilt für alles.“ Ganz besonders freue sie sich auf die Gespräche mit den Gästen – und die kunstvoll hergerichteten Gerichte auf den Tellern. „Das ist eben doch etwas ganz anderes, wenn unsere Stammgäste zu uns kommen und wir die Teller an den Tisch bringen. Und aus den vielen Reservierungen können wir ablesen, dass auch die sich auf uns freuen.“ Personell sei inzwischen alles geregelt. Auch Aushilfen stünden bereit, die aber bei schlechtem Wetter zu Hause bleiben könnten. „Wir sind da ganz flexibel.“ Von Liebe zum Job spricht Santana-Rodriguez noch, vom Herzblut, von der Lust des Gastgebens und davon, dass die Jahrhunderte alte Tradition des Hauses nun endlich wieder aufleben dürfe.

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