Mittelspur für Radfahrer auf Soester Jakobistraße bleibt nun doch noch eine Zeitlang erhalten

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Der Mittelstreifen auf der Jakobistraße bleibt den Soester Radfahrern nun doch noch eine Zeit lang erhalten. Irgendwie passt es gerade organisatorisch nicht, ihn auszuradieren.

Soest - Der Radfahrstreifen mitten auf der Jakobistraße bleibt den Soestern  länger erhalten als geplant – oder erhofft. Denn eigentlich sollte die Mittelspur, die ganze Verkehrsministerien in Bund und Land aufregte, weil sie doch gegen das übliche Rechtsfahrgebot verstoße, längst kassiert worden sein.

Vor drei Monaten hatte die Stadt Soest versichert, den Anordnungen von oben nun Folge leisten und die Spur so schnell wie möglich ausradieren zu wollen. Doch aus rein organisatorischen Gründen klappt das nicht, heißt es aus dem Rathaus. Um den Streifen auf der Jakobistraße zu entfernen, müsste die Straße vorübergehend gesperrt werden und der Verkehr unterm Wall und über die Kessel- und Paulistraße Richtung Innenstadt fließen. Das aber geht gerade nicht. 

Denn die Ulrich-Jakobi-Wallstraße ist zurzeit für Sanierungsarbeiten aufgerissen; die Umleitung über die Kesselstraße funktioniert also nicht. „Wir müssen deshalb erst einmal das Ende dieser Bauarbeiten abwarten“, sagt Rathaussprecher Thorsten Bottin. 

Mit anderen Worten: Das wird wohl nichts mehr in diesem Jahr. Denn noch laufen die Bauarbeiten unterm Wall, danach ist Kirmes, und dann setzt auch schon das schlechte, weil kühle und nasse Wetter ein, dass ein Neuaufmalen der Striche verhindert. 

Wie berichtet soll statt der gestrichelten Mittelspur eine durchgezogene weiße Linie am rechten Fahrbahnrand gezogen werden. So weit von den parkenden Autos entfernt, dass beim Aufreißen einer Wagentür kein Radfahrer gefährdet würde. Die Radler sollen künftig links dieser Spur strampeln. Mit anderen Worten: Rein faktisch fahren wie weiterhin mitten auf der Straße, sodass kein Platz zum Überholen bleibt. Berlin und Düsseldorf aber wären schwer beruhigt.

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