„Louis“ am Markt

Ein Weihnachtsmarkt trotz Corona? Kaffeebar wird mit Mini-Version kreativ

Ziehen an einem Strang (von links): Elisabeth Elsner von Gronow, Sofie Sauerland, Florian Milke und Marco Barroso stellen auf die Beine, was es bislang noch nicht gab.
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Ziehen an einem Strang (von links): Elisabeth Elsner von Gronow, Sofie Sauerland, Florian Milke und Marco Barroso stellen auf die Beine, was es bislang noch nicht gab.

Mit den Augen des Kaufmanns blickt Marco Barroso auf ein ziemlich kompaktes Shop-in-Shop-System – als Fan des Soester Weihnachtsmarktes sieht er eine Miniaturausgabe des Events, das er, wie so viele Soester, in diesem Jahr schmerzlich vermisst. Und beides trifft zu für das, was Barroso in seiner Kaffeebar „Louis“ am Markt am Freitag eröffnet.

Soest – Als klar war, dass der Weihnachtsmarkt in Soest wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden würde, hatte der Soester Gastronom eine Idee: Es wäre doch klasse, wenn er einige der Weihnachtsmarktaussteller zusammenbekommen würde, dachte er sich, um ihnen als eine Art „Privatveranstalter“ eine Möglichkeit zu bieten, ihre Produkte trotzdem in Soest zu verkaufen.

Im „Louis“ hatte er Platz, weil die Kaffeespezialitäten derzeit nur außer Haus verkauft werden dürfen. Also schritt er zur Tat – und ab Freitag ist auch zu sehen, was dabei herausgekommen ist.

Ein Weihnachtsmarkt trotz Corona? Kaffeebar „Louis“ wird mit Miniaturausgabe kreativ

So einfach, wie er sich das gedacht hatte, war es allerdings nicht: „Viele der Aussteller auf dem Weihnachtsmarkt kommen gar nicht aus der Region oder sie brauchen viel Platz oder sie müssen die Kunden ausführlich beraten“, zählt Barroso auf, was er in den Gesprächen mit Schaustellern hörte, die absagten.

Aber dann waren da ja auch noch die Soester Einzelhändler und Gastronomen, die sofort begeistert darauf reagierten, in diesen schwierigen Zeiten gemeinsam etwas mitten in der Altstadt auf die Beine zu stellen, was es so bisher noch nicht gegeben hat.

15 Aussteller beim Mini-Weihnachtsmarkt in Soest

Und das sieht so aus: 15 Aussteller zeigen, was sie haben, auf kleinen Regalen ansprechend präsentiert. Selber vor Ort sind sie allerdings nicht. Da gibt es eine Auswahl an Geschenkartikeln, sowohl weihnachtlich geprägt als auch für alle anderen Gelegenheiten, es gibt Modeschmuck und mehr sowie jede Menge Spezialitäten in fester und flüssiger Form. „Inspirationen für ein Mitbringsel aus der Region auf ganz kurzem Weg“, beschreibt Marco Barroso seinen Mini-Weihnachtsmarkt. Die Kundschaft kann schauen und staunen und natürlich auch kaufen, abgerechnet wird mit dem Verkaufspersonal vorne an der Kasse des „Louis“.

Das ist ab Freitag von montags bis samstags jeweils von 11 bis 18 Uhr möglich. Ähnlich wie der „große“ Weihnachtsmarkt soll auch der „kleine Bruder“ im Louis erst kurz vor dem Fest wieder schließen – oder vielleicht ja auch erst kurz danach.

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