Mit Mietauto und Bus in der Stadt unterwegs

Soest - Teilen statt besitzen – so machen es bereits 35 Soester mit dem Auto. Sie verzichten auf einen eigenen Wagen und sind stattdessen Mitglieder beim Stadtteilauto Soest. Jetzt wurden sie erstmals hinsichtlich ihres Mobilitätsverhaltens befragt, ein erstaunliches Ergebnis dabei: Fast jeder zweite Auto-Teiler (47 Prozent) nutzt neben dem Mietauto auch den Bus.

Jeder vierte Befragte gibt an, sogar täglich mit dem Bus unterwegs zu sein. Dazu kommen weitere 8 Prozent, die mehrmals in der Woche und 17 Prozent, die mehrmals im Monat mit den Soester Bussen fahren. Dabei greifen 21 Prozent zu Abo-Tickets. Und 58 Prozent verzichten komplett auf ein eigenes Auto.

Wie Carsharing und der öffentliche Personen-Nahverkehr (Busse, Bahn) voneinander profitieren können, wird am Beispiel des Soester Stadtteilautos und der Regionalverkehr Ruhr-Lippe deutlich: Wer neu beim Stadtteilauto einsteigt, erhält von der Ruhr-Lippe für zwei Monate freie Fahrt im Stadtbus. Wer sich als Abonnement für das Stadtteilauto interessiert, genießt deutliche Rabatte.

Für die Mobilität der Befragungsteilnehmer spielen neben dem öffentlichen Nahverkehr aber auch das Fahrrad und das Zufußgehen eine große Rolle. 74 der Befragten radeln täglich, 58 Prozent gehen jeden Tag zu Fuß.

Dass die Soest Carsharer hinsichtlich ihrer Verkehrsmittelwahl flexibel sind, zeigt sich auch an der Frage, wie Carsharing eigentlich genutzt wird. Für 79 Prozent ist das Stadtteilauto nur eine Ergänzung zu anderen Verkehrsmitteln. Wenn die Soester mit dem Stadtteilauto unterwegs sind, dann überwiegend auf längeren Strecken.

58 Prozent der Befragen nutzen das Stadtteilauto für Fahrten über die Stadtgrenzen hinaus und 32 Prozent sogar für längere Reisen.

Das Gesamtergebnis der Befragung macht deutlich, dass die Soester Carsharing-Nutzer ein ganz typisches Verhalten zeigen. Die kürzeren Wege in der Stadt werden wahlweise zu Fuß, mit dem Rad oder dem Bus zurückgelegt. Für längere Strecken nimmt man das Stadtteilauto.

Viel wichtiger ist jedoch die Feststellung, dass Carsharing auch in Städten wie Soest eine echte Mobilitätsalternative sein kann, die von noch viel mehr Bürgern als umweltfreundliche Alternative zum eigenen Auto in Rechnung gezogen werden sollte. Insbesondere in der Kombination ÖPNV plus Carsharing dürfte noch viel Potenzial stecken, heißt es in einer Bewertung der Ruhr-Lippe.

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