David Gulatz seit seiner Kindheit ein Freund der Bienen

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Imker David Gulatz in seiner Schutzkleidung.

Soest.  David Gulatz ist Imker aus Leidenschaft. Erzählt er über seine Kindheit, dann erinnert er sich an sein großes Interesse für alles, was kreucht und fleucht. „Ich war ein richtiger Naturbursche“, schildert der 38-Jährige schmunzelnd. Als Junge habe er am liebsten im Freien gespielt – und schon damals schaffte er sich sein erstes eigenes Bienenvolk an. „Da war ich vielleicht elf oder zwölf Jahre alt“, erinnert sich der „Ur-Soester“, der im Westen der Stadt im Grünen zuhause ist.

Die Begeisterung für die fleißigen Insekten blieb. „Bienen sind die Lebensgrundlage“, betont der Landwirt, der sein Hobby – die Imkerei – zum Beruf machte. Ein Großteil der blühenden Pflanzen braucht die emsigen Bestäuber, ohne sie würden etwa die Obstgehölze kaum Früchte tragen. 

Im Ökosystem übernehmen die stachelbewehrten Hautflügler eine wichtige Aufgabe. Außerdem produzieren sie wohlschmeckenden Honig, für viele als flüssiges Gold eine wahre Gaumenfreude. Geduld, Gelassenheit und hohe Einsatzbereitschaft sind Voraussetzungen für den Beruf. Als Experten müssen Imker mit den Gewohnheiten von Arbeiterinnen, Drohnen, Königinnen vertraut sein, die Lebensvorgänge des bestens durchorganisierten Bienenstaates kennen, Kenntnisse über Anatomie und Physiologie haben, nur so können sie mit den kleinen Helfern arbeiten und wirtschaften.

 Doch von Arbeit möchte David Gulatz in der alltäglichen Praxis eigentlich nicht sprechen. „Es macht einfach Spaß“, betont er. Bienen beschreibt der junge Soester als faszinierende Lebewesen, die erstaunliche Leistungen vollbringen. Und offenbar wollen immer mehr Menschen die Welt der summenden schwarz-gelben Nutztiere näher kennenlernen. „Um Bienen gibt es gerade einen regelrechten Hype“, schildert David Gulatz, zieht die Schutzkleidung aus hellem groben Stoff an und setzt die Haube auf. Vereine freuen sich über den guten Zuspruch neuer Mitglieder und haben anscheinend keine Nachwuchssorgen mehr. David Gulatz hütet 150 Völker. Er mag seinen Beruf, der den großen Vorteil bietet, sich häufig draußen aufzuhalten. 

Um auf dem Laufenden zu bleiben und sich weiteres Fachwissen anzueignen, besucht er Fortbildungen. Und welcher Honig steht im hiesigen Raum hoch im Kurs? „Favorit ist der Rapshonig“, antwortet der Imker. Wer an Haar und Hellweg wohnt, denkt gleich an das Meer der satten gelben Felder in der Heimatregion.

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