Alle Welt strömt zum Soester Fehde-Festival

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Sie sind aufs Fehde-Festival bestens vorbereitet (von links): Helmut Ismar, Fritz Risken, Prof. Dr. Monika Dobberstein, Anne Richter, Michael Schiewe und Dr. Hans Joachim Schmallenbach. Gewandete gehören zum Kulturforum, die anderen zur Wirtschaftsförderungsgesellschaft

Soest - Noch sechs Wochen bis zum Fehde-Festival, und die Gräfte ist schon ausgebucht. Kein Zelt passt mehr ins Heerlager. Mehr als 900 Menschen aus 12 Nationen werden erwartet.

Mit 140 Söldnern stelle die Tschechei diesmal die größte Gruppe, berichten die Veranstalter des Mittelalterspektakels, die Wirtschaftsförderungsgesellschaft und der Verein Soester Kulturforum, als sie das Programm jetzt vorstellten. 

Kein Wunder, dass Mittelalter-Fans nach Soest drängen, schließlich gibt’s diesmal zwei kleine Jubiläen zu feiern: Vor zehn Jahren war die „Soester Fehde“ zum ersten Mal Thema für das große Stadtfest – und vor 570 beendete der Friedensschluss von Maastricht die Soester Fehde. 

Armin Laschet ist Schirmherr

Das Ereignis ist bis heute derartig wichtig, dass sogar Landesvater Armin Laschet seinen Urlaub am Bodensee unterbricht, um als Schirmherr des Festivals am 4. August bei der Huldigung des neuen Landesherren Johann von Kleve dabei zu sein. Mit ihm werden die Prinzessin und der Prinz zur Lippe aus Detmold und der Gouverneur der Provinz Limburg/Niederlande erwartet, in der Maastricht liegt. 

Das Schauspiel „Die Soester Fehde“ von Dr. Frieder Schütz, inszeniert von Michael Ritz, eröffnet am Samstag, 27. Juli, in der Stadthalle den Veranstaltungsreigen. Wie das gesamte Programm, das von den vorhergehenden fünf Fehde-Festivals bekannt ist, wird auch das Schauspiel modifiziert und zeigt die europäische Dimension des historischen Soester Ereignisses. 

Musik und Vorträge 

Natürlich gibt’s wieder viele Vorträge und Konzerte mit Themen und Musik des 14. Jahrhunderts, den Umzug und den Großen Sturm auf die Stadt in der Gräfte. Neu ist die „Mittelalterliche Tafeley“am Sonntag, 28. Juli, ab 18 Uhr auf dem Nördlichen Petrikirchhof. 

Eine echte Spezialität haben sich die Veranstalter bis zum Schluss aufgehoben. Am Sonntag, 4. August, erklingen in Neu-St. Thomä 600 Jahre alte „mittelalterliche Gesänge aus dem Kloster Paradiese. Das Ensemble Ars Choralis Coeln macht hörbar, was eine Wissenschaftler-Riege unter Leitung von Dr. Eva Schlotheuber aus Schriften des Frauenklosters Paradiese erforscht hat.

Information: Karten für „Sturm“, „Wandelkonzert“ und „Ars Choralis Coeln“ gibt’s bei Hellweg Ticket, für „Das Kalkül“ bei der Stadthalle, der Volksbank und beim Soester Anzeiger und die „Tafeley“ im Gemeindebüro St. Petri.

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