Unter Naturschutz

Maulwurf im Garten: Das können Sie tun - Tipps vom Experten

Der Maulwurf kann im Garten viel Ärger machen. Das weiß auch Garten-Experte Klaus Fischer. Aber ob man ihn nun als Feind oder Freund sieht: Maulwürfe stehen unter Naturschutz.

  • Der Maulwurf und beschäftigt jeden Gärtner.
  • Die einen sehen ihn als Nützling, die anderen als Feind.
  • Garten-Experte Klaus Fischer kennt die Probleme mit dem Maulwurf und weiß was hilft.

Soest - "Ich habe ein Problem mit Spitzmäusen und dem Maulwurf.“ Ein Gartenfreund möchte wissen, was er gegen diese Mitbewohner in seinem Grün unternehmen kann.

Beim Maulwurf scheiden sich die Geister. Zuerst einmal: Er steht unter Naturschutz. Das bedeutet, dass wir ihn nicht töten dürfen. Auch der Maulwurf ist sehr nützlich, vertilgt er doch jede Menge Insekten, Würmer und Maden, die zum Teil großen Schaden anrichten können.

Maulwurf im Garten: Zwischen Nutzen und Erdhaufen

Paradebeispiel sind die Schnakenlarven, die von Graswurzeln leben. Entdeckt man im Frühling plötzlich große gelbe Flächen im Rasen, dann leben höchstwahrscheinlich viele Schnakenlarven im Untergrund und haben großflächig die Wiese zerstört. Ein Maulwurf würde dem Einhalt gebieten. Aber er macht dafür große Haufen auf dem Rasen. Liebhaber englischen Grüns stehen bei dem Gedanken die Haare zu Berge. Wer es etwas natürlicher im Garten haben will, der schaufelt gelassen den Erdhaufen weg, der sich zu einer sehr guten Blumenerde aufarbeiten lässt, und harken die restliche Erde glatt. Schon nach einigen Tagen erobert der Rasen wieder diese Fläche. 

Maulwurf im Garten: Das können Sie tun

Wer aber partout nicht mit dem Maulwurf zusammen im Garten leben möchte, dem bleibt nur zu versuchen, ihn zu vertreiben. Maulwürfe reagieren empfindlich auf bestimmte Geräusche, auf Vibrationen und unangenehme Gerüche. Das kann man sich zunutze machen. 

Wer auf einen gepflegten englischen Rasen Wert legt, mag Maulwurfshügel nicht. Aber der Maulwurf steht unter Naturschutz - er darf nicht getötet werden.

Wer einen der angesagten Mähroboter auf seinem Rasen einsetzt, stellt schnell fest, dass der Maulwurf verschwunden ist. Das ständige Surren des Motors so wie die leichten Vibrationen nerven ihn ungemein. Manche Gartenfreunde graben Flaschen im Boden ein, so dass der Wind, wenn er über die Öffnung streicht, einen tiefen Ton erzeugt. Manchmal wirkt so etwas. Kaufen kann man Geräte, die in den Boden gesteckt werden und ebenfalls einen für Maulwurfohren unangenehmen Ton erzeugen. Auch das kann erfolgreich sein. Falls Ihnen eher nach was Süßem ist: Das ist zu tun, wenn die Pflaumen reif für die Ernte sind.

Das hilft gegen den Maulwurf im Garten: Knoblauch und Alkohol

Naturgärtner schwören auf Knoblauchscheiben, die man in die Maulwurfsgänge steckt. Wie manche Menschen mag auch der Maulwurf den Knoblauchgeruch gar nicht. Wirksamer soll Alkoholgeruch sein. Zwei, drei Schnapsflaschen mit einem kleinen Restalkohol kopfunter in den Gang gesteckt, soll sicher die Wühler vertreiben. Ältere Gärtner schwören auf Karbid in den Gängen, das ein stinkendes Gas erzeugt. Die Anwendung ist aber ausgesprochen aufwändig und obendrein gefährlich. 

Ein Bekannter hat das Abgas seines Benzinrasenmähers in die Gänge geleitet. Auch das ist aufwändig. Und ehrlich gesagt, ich möchte nicht Chemikalien und Abgase im Boden meines Gartens haben. Da sind Maulwurfshügel für mich das viel kleinere Übel – wenn überhaupt.

Spitzmäuse im Garten: Nützliche Insektenfresser

Zurück zum Gartenfreund: Ich frage, welches Problem er mit Spitzmäusen hat, und er meint, dass Mäuse dafür bekannt seien, alles anzunagen und viel Schaden anzurichten. 

Ich kann den Gartenfreund beruhigen. Spitzmäuse heißen zwar so, sind aber keine Mäuse. Vielmehr gehört dieses kleinste heimische Säuge- und Raubtier zu den Insektenfressern wie Maulwurf und Igel und ist mit Mäusen nicht verwandt. Im Gegenteil: Spitzmäuse sind nützliche Mitbewohner, denn sie fressen Insekten, Würmer, Maden, Asseln, Larven und kleine Wirbeltiere. Gelegentlich fängt unsere Katze eine Spitzmaus oder auch einen Maulwurf, frisst beide aber nicht. Sie sind für sie keine wohlschmeckende Nahrung. Wir sollten also keinesfalls etwas gegen die nützlichen Spitzmäuse im Garten unternehmen, die zumeist im Verborgenen leben. 

Im Garten kann einiges schief laufen. Manche Pflanzen verzeihen einfach nicht - und manchmal muss man sich mit richtigen Killern auseinandersetzen, wie zum Beispiel der Drehherzmücke. Garten-Experte Klaus Fischer weiß auch, warum es sich lohnt, jetzt schon Blumen auszusäen und was zu tun ist, wenn Tomaten Braunfäule leiden.

Und auch wenn sich auf den Blättern eine weiße Schicht bildet, deutet das laut Garten-Experte auf Mehltau hin. Gegen den Pilz empfiehlt er einige Hausmittel. Besondere Pflege brauchen Hortensien, denn die schicken Pflanzen sind sehr empfindlich. Und wer seine Beete vorbereiten will, kommt ums Mulchen nicht herum. Doch was eignet sich dazu am besten?

Rubriklistenbild: © Klaus Fischer

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