Klinikum Soest offenbar nicht betroffen

Marienkrankenhaus Soest hat Waren von Wursthersteller Wilke bezogen

+
Firmenschilder kennzeichnen die Einfahrt zum Werksgelände des nordhessischen Wurstherstellers Wilke. Die Waren von Wilke werden mit zwei Todesfällen und 37 weiteren Krankheitsfällen in Verbindung gebracht.

Soest – Das Marienkrankenhaus hat von der inzwischen geschlossenen Wurstfirma Wilke Waren bezogen. Zwei Produkte sind nach Soest geliefert worden: die Tee-Wurst, abgepackt in 25-Gramm-Packungen direkt für die Patienten, und der Rauchschinken in 500-Gramm-Päckchen.

Das hat der Leiter der unter anderem für Küche und Catering zuständigen Service-Gesellschaft des Marienkrankenhauses, Christoph Brüggemann, am Mittwoch gegenüber dem Anzeiger bestätigt.

Die Klinik hat allerdings nicht selber bei Wilke eingekauft, sondern die beiden Produkte über ihre Zwischenhändler in Hamm und Unna bezogen. Die hatten bereits am Mittwochabend vergangener Woche eine Warnmeldung an ihre Kunden geschickt; bereits am Morgen darauf sei kein Frühstück mehr mit den verdächtigen Zutaten den Patienten ans Bett gebracht worden, so Brüggemann.

Die Tee-Wurst und der Rauchschinken von Wilke machten etwa zwei Prozent der gesamten eingekauften Wurstwaren aus. „Reiner Zufall“, so der Leiter, „es hätten auch 20 Prozent sein können.“

Brüggemann ist nun gespannt auf die Rückverfolgung und Analyse der Waren. Die Restbestände seien an den Zwischenhändler gesandt worden. Von ihm, den Laboren und Aufsichtsbehörden erhoffe man sich Klarheit, ob die Wurst womöglich belastet worden ist.

Denn niemand weiß bis heute, wie viele der über tausend infrage kommenden Produkte der Wurstfabrik lebensgefährdende Keime in sich getragen haben.

Das Klinikum Soest hat am Mittwoch betont, keine Wurst von Wilke erhalten zu haben.

Die Kreisverwaltung hatte am Dienstag erklärt, nur eine der sieben Kliniken sei beliefert worden. Allerdings hat bereits das Evangelische Krankenhaus in Lippstadt ebenfalls erklärt, Wilke-Wurst gekauft zu haben.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf soester-anzeiger.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare