Bedarf für Zweitimpfungen groß

Kaum Impfstoff für Soester Hausärzte in den nächsten Wochen

Eine Impfärztin des Düsseldorfer Impfzentrums zieht eine Spritze mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson auf.
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Weil die große Welle der Zweitimpfungen in den Hausarztpraxen beginnt, bleibt jetzt kaum etwas übrig für Erstimpfungen.

Von wegen Impfstoffschwemme: In der nächsten Woche – und wahrscheinlich auch in der Woche danach – wird gerade mal genug an die Soester Hausärzte gehen, um ein paar Dutzend Patienten erstzuimpfen. Maximal.

Soest – Heinz Ebbinghaus, niedergelassener Hausarzt, der auch im Impfzentrum engagiert ist, weiß: „Pro Hausarzt wird es höchstens zwölf Dosen, möglicherweise auch weniger, geben“. Zumindest bezogen auf den Impfstoff Biontech, vorgesehen für Erstimpfungen.

Die geringe Menge hat vor allem damit zu tun, dass sechs Wochen nach dem Start der Impfungen in den Hausarzt-Praxen die Zweitimpfungen anstehen – entsprechend groß ist der Bedarf dafür an Impfstoff, und entsprechend wenig bleibt für die Erstimpfungen in den Praxen.

Was für Biontech gilt, gilt auch für das Präparat von Astrazeneca: „Von der Menge, die ich bestellt habe, werde ich nur gut ein Viertel bekommen“, erklärt Apotheker Horst Heidel, der Soester Hausärzte beliefert.

Auch hier seien die Bestände im Land derzeit offensichtlich so weit aufgebraucht, dass keine größeren Mengen zu erwarten seien. „Das ist natürlich eine Folge der Aufhebung der Priorisierung für Astrazeneca und den Anreizen für Geimpfte im öffentlichen Leben“, begründet Heidel den Ansturm von Menschen aller Altersgruppen auf den Impfstoff.

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